Am Abend des 4. August wurde am Flughafen in Leipzig eine Drohne mit Sprengstoff gefunden. Das Fluggerät befand sich in der Nähe von ukrainischen Frachtflugzeugen. Innenminister Alexander Dobrindt brach daraufhin seinen Urlaub ab und traf sich zu einer Krisensitzung mit den deutschen Sicherheitschefs.
Am selben Abend soll ein DHL-Flugzeug mit einer weiteren Drohne kollidiert sein. Allerdings fehlt von dem Fluggerät oder dessen Überresten bislang immer noch jede Spur. Die Ermittler vermuteten, dass es sich um eine Art „Mutterschiff“ gehandelt haben könnte. Durch die zweite Drohne sollen die mutmaßlichen Täter Daten von der Drohne erhalten haben, die sich auf dem Rollfeld befand. Allerdings handelte es sich vorerst lediglich um Mutmaßungen der Ermittler.

Ermittlungen nach Drohnenfund dauern an: War ein großer Anschlag geplant?
Wie die TV-Sender NDR und WDR nun berichteten, soll es noch eine weitere Drohne gegeben haben. Die Ermittler fanden diese laut Aussagen aus Sicherheitskreisen am 14. August. Es könnte demnach ein umfangreicher Anschlag geplant worden sein. Allerdings ist weiterhin unklar, wer verantwortlich ist und was genau das Ziel des mutmaßlichen Anschlags war. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich bislang nicht zu dem dritten Fund. Das Fluggerät soll sich auf einem Feld befunden haben, welches an das Gelände des Flughafens grenzt. Man habe 50 Gramm des Sprengstoffs Hexogen sichergestellt.
Alle Details: Sprengstofffund in Leipzig: Hinweise auf zweite Drohne verdichten sich
Friedrich Merz und Alexander Dobrindt äußern sich
Die Ermittler durchsuchten in der Zwischenzeit den verlassenen Ort Kursdorf in Sachsen. Wie unter anderem die Bild berichtete, wurde dort eine technische Konstruktion sichergestellt, die mit der Steuerung der Drohnen in Zusammenhang gestanden haben soll. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich noch nicht zu den mutmaßlichen Drahtziehern. Er erklärte lediglich, dass die Behörden weiter an der Aufklärung arbeiten würden. „In Kürze werden wir das darlegen“, betonte Merz. „Leipzig ist kein singulärer Fall, sondern Leipzig ist Teil eines größeren Gebildes, mit dem wir es zu tun haben“, erklärte Alexander Dobrindt in einem Statement.

