Am Flughafen in Leipzig wurde kürzlich eine Drohne entdeckt. Wie die Behörden nun bekanntgegeben haben, wurde ein Sprengsatz an dem Fluggerät identifiziert. Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) teilte mit, es habe sich um eine „Drohne mit einer unbekannten Sprengvorrichtung“ gehandelt. Spezialisten der Bundespolizei mussten anrücken, um sie sicher zu entschärfen.
Die Ermittlungen dauern an und wurden von der Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und dem Terrorismus- und Extremismusabwehrzentrum beim LKA übernommen. Der Flugverkehr wurde zwischenzeitlich eingestellt, läuft mittlerweile aber wieder normal ab. Der Sprengstoff wurde in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs sichergestellt. Bereits in der Nacht zum Mittwoch wurden die Einsatzkräfte auf die Drohne aufmerksam.

Einsatzkräfte identifizieren Sprengstoff: Innenminister Dobrindt ist auf dem Weg nach Deutschland
Innenminister Alexander Dobrindt hat daraufhin beschlossen, seinen Urlaub in Italien abzubrechen. Der Politiker befindet sich nun auf dem Rückweg nach Deutschland. Heute Abend wird er an einer Lagebesprechung mit den Chefs der deutschen Sicherheitsbehörden teilnehmen. An dem Treffen werden unter anderem der Präsident der Bundespolizei, Dieter Roman, und der Chef des Verfassungsschutzes, Sinan Selen, teilnehmen. Bundeskanzler Friedrich Merz befindet sich aktuell ebenfalls im Urlaub. Er wird von Dobrindt über die aktuellen Entwicklungen aufgeklärt.
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Wie kam die Drohne nach Leipzig?
Zum Zeitpunkt des Vorfalls sollen sich insgesamt vier ukrainische Antonov-Transportmaschinen auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle befunden haben. Es wurde umgehend ein Krisenstab eingerichtet. Der Flughafen gilt darüber hinaus als wichtiger Knotenpunkt für die Unterstützung der Ukraine. Es muss noch ermittelt werden, ob der an der Drohne gefundene Zünder überhaupt funktionsfähig gewesen ist. Der „Bild“ liegen Informationen vor, die besagen, dass es sich bei dem Sprengstoff um ein Gemisch aus Düngemittel und Benzin gehandelt haben soll. Woher das Fluggerät stammt, ist aktuell noch unklar.

