Warntag am 12. März: Wo heute die Sirenen heulen

Heute wird es in einigen Regionen laut: Um die Warnsysteme für den Katastrophenfall zu testen, gilt in vier Bundesländern ein zusätzlicher Warntag. Alle Infos im Überblick.
Warntag am 12. März: Wo heute die Sirenen heulen
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Die Sirenen heulen, die Handys schlagen Alarm, genauso wie Notfall-Apps und Radios – das passiert beim bundesweiten Warntag überall in Deutschland. Dieser findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt und dient dem Zweck, die Warnsysteme zu testen und auch die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Dieser Ernstfall kann Naturkatastrophen wie das Hochwasser im Ahrtal im Jahr 2021, aber auch andere Notfälle meinen.

In einigen Bundesländern wird das Programm aktuell ausgeweitet und um einen weiteren Tag im Frühjahr ergänzt. Bürgerinnen und Bürger von Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Nordrhein-Westfalen müssen sich entsprechend auf einigen Lärm gefasst machen. Das Ganze gilt für den heutigen 12. März 2026.

Infotafel an Bushaltestelle zeigt zum bundesweiten Warntag eine Warnung
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Wo und wann am 12. März der Alarm losgeht

Dabei ist die Uhrzeit nicht, wie beim bundesweiten Warntag, überall dieselbe. Stattdessen klingeln die Alarmsysteme in Rheinland-Pfalz und Hessen bereits um 10:00 Uhr. In Bayern und Nordrhein-Westfalen ist es dann um 11:00 Uhr soweit. In der Regel erfolgt spätestens eine Dreiviertelstunde nach der Warnung eine Entwarnung über dieselben Kanäle.

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Hessen hat angekündigt, für den Warntag am 12. März schon nach 30 Minuten (also um 10:30 Uhr) Entwarnung zu geben, Nordrhein-Westfalen nach 20 Minuten (11:20 Uhr), Bayern nach 30 Minuten (11:30 Uhr) und Rheinland-Pfalz nach 45 Minuten (10:45 Uhr). Bisher fehlte dabei die Entwarnung über Cell Broadcast, dem Mobilfunkdienst, der Warnnachrichten direkt auf das Handy oder Smartphone sendet. Das soll sich etwa in Rheinland-Pfalz 2026 ändern.

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Sirene zum bundesweiten Warntag
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Was genau passiert am Warntag?

Das zentrale Element des Warntags ist das sogenannte Modulare Warnsystem (kurz MoWaS). Über dieses System werden Warnmeldungen über alle verfügbaren Kanäle ausgespielt. Das sind vor allem Smartphones und andere digitale Geräte wie etwa Smartwatches. Aber auch diverse Apps oder das Radio gehören dazu. Zusätzlich schrillen vielerorts die Sirenen, um eine möglichst hohe Aufmerksamkeit zu erzeugen. Zunehmend werden zudem auch Unternehmen wie die Deutsche Bahn in den Warntag mit einbezogen, sodass Warnungen ebenfalls über Bahnhöfe verbreitet werden.

Die Verantwortung liegt beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Abstimmung mit den jeweiligen Innenministerien der Länder und den örtlichen Katastrophenschutzbehörden. Der erste bundesweite Warntag fand im Übrigen am 10. September 2020 statt. Der Start verlief damals allerdings etwas holprig und offenbarte einige Mängel im Alarmsystem der Bundesrepublik. Seit 2022 laufen die Warnungen offiziellen Stellen zufolge nahezu reibungslos.