Immer mehr Menschen in Deutschland stehen finanziell unter Druck. Eine neue Statistik aus NRW zeigt, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger keinen Urlaub mehr leisten können. Im Jahr 2025 gab es 4,1 Millionen Betroffene im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Gefragt wurde nach einem Zeitraum von nur einer Woche. Die Betroffenen konnten ihre Auszeit lediglich in den eigenen vier Wänden verbringen. Das gab das Statistische Landesamt kürzlich bekannt. Diese Auswertung basiert auf der europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen. In NRW konnten somit 23,1 Prozent der Bevölkerung nicht in den Urlaub fahren, während deutschlandweit 20,9 Prozent betroffen gewesen sind.

17,3 Millionen Menschen betroffen: Wer sich in Deutschland keinen Urlaub leisten kann
Die Datenerhebung zeigt außerdem, dass insbesondere Alleinerziehende ein Problem damit haben, die Urlaubsreise zu finanzieren. Auch Alleinlebende und Geringqualifizierte waren im vergangenen Jahr besonders betroffen. Hochqualifizierte mussten hingegen seltener auf eine Reise verzichten. Auch das Statistische Bundesamt gab kürzlich neue Daten heraus. Dabei zeigte sich, dass bundesweit 17,3 Millionen Menschen im Jahr 2025 aus finanziellen Gründen keinen einwöchigen Urlaub außerhalb der eigenen Wohnung verbringen konnten.
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Die größten Schwierigkeiten hatten Bürger, die über maximal 1.600 Euro netto im Monat verfügten. Rund die Hälfte dieser Einkommensgruppe konnte nicht in die Ferien fahren. Doch der Trend zeigt, dass auch Personen mit höheren Einkommen immer häufiger betroffen sind. Der EU-Vergleich enthüllte, dass Menschen, die in Luxemburg, in Schweden und in den Niederlanden leben, am seltensten Probleme damit haben, sich eine Reise leisten zu können. In Deutschland gibt es jedoch mittlerweile Aktionen für einkommensschwache Familien. In 12 Bundesländern können Zuschüsse für einen Urlaub in Familienferienstätten beantragt werden.

