Die EU hat kürzlich neue Regeln für die Hauptuntersuchung beschlossen. Wer sich nicht daran hält, der bekommt keine TÜV-Plakette. Insbesondere offene Rückrufe stehen aktuell im Mittelpunkt der Diskussion. Der Verkehrsausschuss der Europäischen Parlaments hat erklärt, dass künftig im Rahmen der Hauptuntersuchung überprüft werden soll, ob noch Rückrufaktionen offen sind.
Immer häufiger kam es in den vergangenen Monaten zu großen Rückrufen von Herstellern wie Audi, VW und Mercedes. Immer wieder wurden die Anschreiben des Kraftfahrtbundesamtes von zahlreichen Autofahrern ignoriert. Deshalb wurde bereits mit der Stilllegung der Fahrzeuge gedroht.

TÜV: EU beschließt neue Regeln für die Hauptuntersuchung
Durch die neue HU-Regel wächst der Druck auch beim TÜV. Denn wer sich nicht kümmert, erhält keine Plakette. Offene, sicherheitsrelevante Rückrufe des KBA werden dann aktiv bei der Hauptuntersuchung geprüft. Zudem sollen Assistenzsysteme und Software künftig eine größere Rolle spielen. Die EU möchte durch die neue Regelung sicherstellen, dass Fahrzeuge mit sicherheitsrelevanten Mängeln nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Wer von einem Rückruf betroffen ist, sollte umgehend auf das Schreiben der Kraftfahrtbundesamtes reagieren.
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In der Vergangenheit äußerten einige Fahrer Bedenken hinsichtlich der Maßnahmen, die ergriffen werden sollten, um Mängel zu beseitigen. Dennoch ist es Pflicht, sich bei sicherheitsrelevanten Aktionen an eine entsprechende Werkstatt zu wenden. Die meisten Rückrufaktionen hatten bisher keine Auswirkungen auf die Hauptuntersuchung. Neben der Verschärfung rund um die Rückrufe werden Hauptuntersuchungen künftig vorübergehend auch im EU-Ausland möglich sein. Die neuen Regeln sollen ab Juli 2026 gelten.

