Für 54 Länder: Thailand schränkt Visafreiheit deutlich ein

Schlechte Neuigkeiten für Thailand-Reisende: Das beliebte Urlaubsland verkürzt die Visafreiheit für Touristen deutlich. Der Hintergrund ist ernst und wirkt sich teilweise auch auf Reisende aus.
Für 54 Länder: Thailand schränkt Visafreiheit deutlich ein
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Thailand ist eines der beliebtesten Reiseziele der Welt und hinter Japan sogar das beliebteste in Asien. Unter anderem deshalb hat das Land vor zwei Jahren seine Visabestimmungen für Touristinnen und Touristen gelockert, damit diese länger im Land bleiben können. Das soll sich allerdings künftig ändern.

Für 54 Länder sollen wieder strengere Regeln bei der Visafreiheit gelten. Zu diesen Ländern gehören auch Österreich, die Schweiz und Deutschland. Grund dafür ist der Anstieg illegaler Geschäfte durch die gelockerte Regelung.

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Die Schattenseiten des Tourismus-Booms in Thailand

Im Juli 2024 hatte Thailand die visafreie Aufenthaltsdauer von 30 auf 60 Tage ausgeweitet. Das war für den Tourismussektor des Landes nach der Coronapandemie ein wichtiger Anschub, der die Zahlen wieder steigen ließ. Viele bleiben dabei tatsächlich mehrere Wochen in dem Land in Südostasien.

Die damalige Lockerung hat also einige Vorteile für Thailand gebracht – aber auch Nachteile. Der Regierung zufolge wurde die verlängerte Aufenthaltsdauer nämlich von Besucherinnen und Besuchern aus dem Ausland auch dazu genutzt, illegale Geschäfte zu betreiben.

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Dabei geht es unter anderem um Scheinfirmen, aber auch darum, dass Thailand zunehmend zum Transitland für Straftäterinnen und -täter wird. Dazu kommen ausländische Geschäftsnetzwerke, illegale Hotels und Ferienwohnungen und zunehmend auch private Ansprüche auf öffentliche Plätze, vor allem Strände.

Traditionelles Holzboot aus Thailand auf dem Wasser
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Das müssen Urlauber wissen

Noch steht nicht fest, wann die Änderung für die Visafreiheit in Thailand greifen soll. Dem thailändischen Außenministerium zufolge sollen die Änderungen 15 Tage nach der Veröffentlichung im thailändischen Gesetzblatt wirksam werden. Noch steht allerdings etwa auf der Seite der Botschaft die alte Frist von 60 Tagen.

Touristinnen und Touristen, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Thailand befinden, sind davon jedoch nicht betroffen. Es gilt dann das Ablaufdatum der bisherigen Aufenthaltsgenehmigung. Und auch künftig dürfte die verkürzte Frist die allermeisten Reisenden nicht beeinträchtigen, da ein Großteil nach wie vor nicht länger als einen Monat im Land verweilt.

Wer allerdings einen längeren Aufenthalt in Thailand geplant hat, muss eventuell umdisponieren. Alternativ kann man natürlich auch einfach ein touristisches Visum beantragen.