Wegen Massentourismus: Diese Reiseziele in Europa sind im Sommer 2026 ein No-Go

Müll, volle Straßen und überlastete Infrastruktur – Massentourismus belastet beliebte Reiseziele. Eine Liste zeigt, welche Länder im Sommer 2026 besonders betroffen sind, die man entsprechend meiden sollte.
Wegen Massentourismus: Diese Reiseziele in Europa sind im Sommer 2026 ein No-Go
IMAGO / Zoonar

Europa ist für viele Touristinnen und Touristen aus aller Welt ein beliebtes Reiseziel. Und auch Europäerinnen und Europäer selbst verreisen mit Vorliebe auf dem eigenen Kontinent. Das führt allerdings auch dazu, dass bekannte und beliebte Reiseziele inzwischen vor allem zur Hochsaison im Sommer völlig überlaufen sind.

Das stört nicht nur das eigene Urlaubsgefühl, sondern hat auch negative Auswirkungen auf die Menschen vor Ort. Kosten für Verkehr und Naturschutz, überfüllte Straßen und wachsende Müllmengen sind nur einige der Konsequenzen. Wer also im Urlaub Ruhe schätzt und zudem auf die Einheimischen Rücksicht nehmen möchte, sollte 2026 eine ganze Reihe von Reisezielen meiden.

Das gilt vor allem für den Süden Europas, der für seine malerischen Strände am Mittelmeer und am Atlantik berühmt ist. Aber auch einige bekannte Reiseziele im Norden des Kontinents sind laut den Daten von UN Tourism vor allem zur Hochsaison überlaufen und überlastet.

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Viele verreisen im Sommer gerne ans Meer

Zu diesen Ländern gehören im Süden Griechenland sowie die an der Adria gelegenen Nachbarstaaten Kroatien und Slowenien. Letztere liegen an der Adria, Griechenland hat wiederum weitreichenden Zugang zum Mittelmeer, der Ägäis und auch dem Ionischen Meer. Alle drei Länder sind zudem für ihre beeindruckenden Landschaften, ihre gute Küche und in weiten Teilen für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. All das macht sie zu beliebten Reisezielen.

Kroatien hat sich dabei inzwischen zur Top-Reisedestination entwickelt. 2025 kamen fast 22 Millionen Touristinnen und Touristen ins Land. Knapp 59 Prozent und somit ein großer Anteil entfallen auf die Sommermonate. Vor allem in Küstenorten wurden deshalb bereits Maßnahmen gegen Massentourismus ergriffen, die die Belastungen besser über das Jahr verteilen sollen.

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Reiseziele: Fischerdorf Hamnoy auf den Lofoten, Norwegen, mit bunten Häusern an tiefblauem Wasser
IMAGO / Zoonar

Auch der Norden Europas ist als Reiseziel zunehmend beliebt

Während viele beim Wort Sommerurlaub vermutlich automatisch an die malerischen Strände Südeuropas denken, wird auch der Norden des Kontinents im Sommer immer stärker frequentiert. So hat es Norwegen sogar auf Platz 3 des Rankings geschafft, dicht gefolgt von Island. In Norwegen sind dabei vor allem die malerischen Lofoten betroffen, die in den Sommermonaten immer wieder mit Overtourism zu kämpfen haben.

Wie etwa auch in Kroatien sind dabei vor allem die großen Kreuzfahrtschiffe ein Problem, die auf einen Schlag viele Menschen zu den beliebten Urlaubszielen bringen. Besonders stark belastete Regionen in dem skandinavischen Land dürfen deshalb eine zusätzliche Abgabe von Touristinnen und Touristen verlangen, um die Kosten zu stemmen. Darüber hinaus schützt etwa Island seine teilweise empfindlichen Landschaften mit zunehmend strengen Regeln.

In diesen Ländern ballen sich die Touristen im Sommer besonders

Hier die Top 10 der Länder in Europa, die im Sommer mit Overtourism zu kämpfen haben:

  1. Kroatien
  2. Griechenland
  3. Norwegen
  4. Island
  5. Slowenien
  6. Montenegro
  7. Albanien
  8. Schweden
  9. Frankreich
  10. Bulgarien

Die Türkei liegt im Übrigen auf Platz 15, Deutschland auf Platz 21, Österreich folgt auf Platz 22. Klassische Urlaubsländer wie Spanien und Portugal kommen erst danach auf den Plätzen 23 und 24. Das liegt unter anderem an den zugrunde liegenden Daten, die die saisonale Konzentration im Hochsommer zeigen.

Etwa in Spanien liegt die Verteilung bei 33 Prozent. Das bedeutet, dass ein Drittel aller Touristinnen und Touristen das Land in den drei Sommermonaten bereisen. Die restlichen zwei Drittel verteilen sich auf das restliche Jahr, das aufgrund seines milden Klimas ebenfalls recht gut besucht ist. Es ist keine Aussage über die Gesamtzahlen des Tourismus im Land.

Das Ranking zeigt also vor allem, dass man bestimmte Reiseziele im Sommer besser meiden sollte, nicht jedoch ganz generell. Wer etwa Richtung Spätherbst oder sogar im Winter – ganz im Sinne des Reisetrends „Coolcation“ – nach Kroatien und Co. reist, umgeht Massentourismus und hilft der Branche in den Ländern auch zu Randzeiten.