Fast-Food-Riese Taco Bell kommt nach Deutschland: In diesen Städten eröffnen die ersten Restaurants

McDonald's, Burger King und Co. bekommen namhafte Konkurrenz aus der eigenen Heimat: Taco Bell expandiert nach Deutschland. Die ersten Standorte stehen bereits fest, genauso wie ein Zeitplan.
Fast-Food-Riese Taco Bell kommt nach Deutschland: In diesen Städten eröffnen die ersten Restaurants
IMAGO / Zoonar

Burritos, Quesadillas, Nachos und natürlich Tacos – das gibt es bei Taco Bell. Dieser kombiniert US-amerikanische und mexikanische (Fast-)Food-Klassiker und bietet sie inzwischen in mehr als 9000 Filialen auf der ganzen Welt an. Bisher fehlte das Angebot in Deutschland. Das soll sich allerdings schon bald ändern.

Hinter Taco Bell steht der Mutterkonzern Yum! Brands, zu dem auch KFC und Pizza Hut gehören. Beides sind hierzulande keine Riesen, aber durchaus etabliert auf dem deutschen Markt. Der Deutschland-Start von Taco Bell ist nun noch für das Jahr 2026 geplant, das Unternehmen selbst spricht von einer „spannenden Chance“.

Taco Bells Pläne für Deutschland

Erste Schnellrestaurants plant Taco Bell offenbar für Frankfurt, Stuttgart und Köln. Das knüpft an bewährte Konzepte in anderen Ländern an. Urbane Märkte bieten speziell für Fast-Food-Restaurants unter anderem aufgrund des internationaleren Publikums enormes Potenzial, zumal in ländlicheren Räumen die Konkurrenz durch McDonald's noch deutlicher ist.

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Die genauen Pläne sollen zwar zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. Einige Details sind allerdings bereits kommuniziert worden. So gab etwa Raimond Roßleben, Gründer des Beratungsunternehmens Franchise Focus, das in dieser Angelegenheit mit Taco Bell zusammenarbeitet, gegenüber der Bild-Zeitung an, dass das vor allem die westlichen Bundesländer bereits gut besetzt seien. Für „den Osten und Berlin“ sei man hingegen noch auf der Suche.

Darüber hinaus scheint es mindestens einen Fünfjahresplan zu geben, wie aus einem Statement des Bayern-Verantwortlichen Christian Lehmann hervorgeht. Ihm zufolge sind nämlich im Freistaat in den nächsten fünf Jahren „mindestens 15 Standorte“ geplant.

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Nacho-Gericht von Taco Bell
IMAGO / ZUMA Press Wire

Expansion in Deutschland bereits einmal gescheitert

Bemerkenswert ist auch das Finanzierungsprogramm. Denn dabei wird nicht, wie sonst üblich, mit Eigenkapital und einem Bankkredit gearbeitet. Stattdessen soll ein Teil des Kapitals aus digitalen Wertpapieren stammen, die Security Tokens genannt werden. Ab 1000 Euro kann man als Anleger mit Gewinnbeteiligung in Taco Bell und seine Expansion investieren.

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Als Franchisenehmer muss man allerdings deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Hier ist man mit einem Investment ab 400.000 Euro dabei, wobei das von Taco Bell angewandte Verfahren der Area Developer vorsieht, dass eine Person mehrere Standorte entwickelt und betreut und nicht etwa einzelne Filialen, wie das bei anderen Unternehmen üblich ist.

Schon im Jahr 2024 gab es Expansionspläne für Deutschland. 25 Taco-Bell-Standorte waren damals für die Bundesrepublik geplant, die langfristig auf 150 ausgeweitet werden sollten. Zum Vergleich: McDonald's betreibt um die 1400 Filialen in Deutschland. Die Pläne scheiterten allerdings, wohl aufgrund von Differenzen mit Franchisenehmer Ilkem Sahin, die auch veruntreute Gelder beinhaltet haben sollen. Infolgedessen kam es zum Bruch zwischen Sahin und Yum! Brands und die Deutschland-Pläne wurden zunächst auf Eis gelegt.