In Griechenland: Archäologen entdecken Schiffswrack mit besonderer Ladung

Ein wertvoller Hinweis aus der Bevölkerung führte Archäologen zu einem spektakulären Fund. Vor der Küste von Andros liegt ein antikes Schiffswrack, das über 600 Amphoren in der Tiefe bewahrt hat.
In Griechenland: Archäologen entdecken Schiffswrack mit besonderer Ladung
Griechisches Kulturministerium

In Griechenland haben Archäologen kürzlich ein neues Schiffswrack entdeckt. Es befindet sich vor der Insel Andros. Neben dem Schiff befand sich auch die alte Ladung am Meeresgrund. Sie stammt aus der Zeit zwischen dem Ende des 5. und dem Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. und umfasst gleich mehrere antike „Schätze“.

Das Schiff befand sich mindestens 39 Meter in der Tiefe. Das griechische Kulturministerium veröffentlichte mehrere Fotos von der Tauchaktion. Die Ladung ist außergewöhnlich gut erhalten und besteht aus antiken Handelsamphoren. Das Wrack konnte nur durch den wertvollen Hinweis einer Privatperson ausfindig gemacht werden. Die Archäologen schätzen, dass sich zwischen 600 und 650 Amphoren an Bord des Schiffes befanden.

Schiffswrack in Griechenland entdeckt
Griechisches Kulturministerium

Vor der griechischen Insel Andros: Archäologen entdecken Schiffswrack

Mittlerweile konnten nicht nur Fotos angefertigt, sondern auch genauere Untersuchungen durchgeführt werden. Sie haben ergeben, dass es sich um Amphoren der Typen Mendis, Peparithou und Solokha 2 handelt. Insgesamt drei Exemplare wurden als Stichprobe geborgen. Außerdem wurde ein Fragment eines Ankers aus Blei und einige Steinblöcke bei der Bergung entdeckt. Die Entdeckung hilft den Archäologen bei der Erforschung des Handels vor Tausenden von Jahren. Die wichtigsten Routen befanden sich damals zwischen Unteritalien, der Ägäis, Sizilien und Kleinasien. Die Schiffe transportierten vor allem Getreide, Olivenöl, Keramik und Metalle.

Anzeige

Auch interessant: „Pompeji“: Tom Hiddleston überzeugt in emotionaler Doku - „Hatte Gänsehaut“

So wichtig war der Seehandel im antiken Griechenland

Die Fundstücke sollen nun detailliert unter die Lupe genommen werden, um noch besser zu verstehen, welche Handelsgüter damals transportiert wurden. Der Seehandel galt als wichtigste Handelsform im alten Griechenland. Durch die Nachforschungen sollen die damaligen Systeme noch besser rekonstruiert werden können. Auch Wein und Luxusgüter wurden mit dem Schiff transportiert. Importieren mussten die Griechen vor allem Getreide, Holz, Fisch, Papyrus, Elfenbein und Wolle. Der mit Abstand größte Hafen war im 4. Jahrhundert vor Chr. der Hafen von Piräus.

Anzeige