Nach den ersten richtigen Sommertagen kommt oft doch noch eine Kältedelle nach Deutschland. Dieses Wetterphänomen nennt man Schafskälte – und 2026 ist diesbezüglich wohl keine Ausnahme. Aktuelle Wetterdaten zeigen, dass in den kommenden Tagen in großen Teilen von Deutschland die Temperaturen noch einmal fallen werden.
Temperatursturz und Unwetter: Das sind die Wetterprognosen
Während es am Montag mit Ausnahme von Norddeutschland noch recht warm mit Temperaturen um die 25 Grad wird, sieht das Richtung Dienstag schon anders aus. Expertinnen und Experten prognostizieren mit Blick auf die Wettermodelle nicht nur geringere Temperaturen von 15 bis 18 Grad.
Nachdem es am Wochenende mancherorts bereits zu heftigen Stürmen kam, sollen sich die gewittrigen Tendenzen nun auch in vielen anderen Teilen des Landes zeigen. Vor allem Richtung Alpen und im Westen der Bundesrepublik soll es zu einzelnen Gewittern kommen, wobei stellenweise sogar die Chance auf Starkregen oder Hagel besteht.

Nachts wird es noch einmal kalt
„In der Südosthälfte hält sich dagegen noch leichter Zwischenhocheinfluss mit Warmluft“, heißt es beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Mit Blick auf die 10-Tage-Vorhersage scheint vor allem ein Motto zu gelten: Unbeständigkeit. Der DWD spricht von wechselhaften Temperaturen, bei denen sich kurze Schauer und böiger Wind mit milder Sonne abwechseln.
Nachts sollen die Werte an den kältesten Orten sogar teilweise noch einmal auf 5 Grad fallen. Grundsätzlich gilt die aktuelle Wetterentwicklung aber als sehr unsicher. Liegt das an der Schafskälte 2026?
Was ist die Schafskälte und droht Gefahr für den Garten?
Die Schafskälte findet klassischerweise zwischen dem 4. und dem 20. Juni statt, mit einer besonderen Häufung um den 11. Juni herum. Grund ist kalte Luft, die von Island und Grönland her nach Mitteleuropa kommt und einen spürbaren Temperatursturz zur Folge hat. Damit man per Definition von einer Schafskälte sprechen kann, muss neben im Mittel unterdurchschnittlichen Temperaturen auch eine überdurchschnittliche Niederschlagsaktivität bestehen.
Die Wahrscheinlichkeit für das Wetterphänomen liegt im Durchschnitt bei etwa 70 bis 80 Prozent. Aktuell sprechen die Vorhersagen durchaus für eine Schafskälte. Aber die gute Nachricht: Die kurzen Kältephasen schaden etwa den Gartenpflanzen nicht, anders als bei den zurückliegenden Eisheiligen. Nur bei hohen Niederschlagsmengen ist hinsichtlich Fäulnis Vorsicht geboten.
Dass das Wetterphänomen Schafskälte genannt wird, liegt übrigens am Zeitpunkt. Oft tritt das Ereignis nämlich Anfang bis Mitte Juni auf. Das ist traditionell die Zeit, in der Schafe geschoren werden.

