In Deutschland gibt es mehr als 400 verschiedene Verkehrszeichen. Und auch, wenn Autofahrerinnen und Autofahrer in der Theorie alle davon kennen sollten, ist das bei einigen sicherlich nicht der Fall. Das liegt auch daran, dass man vielen nur in Ausnahmefällen begegnet. Andere sind hingegen so unauffällig, dass man sie schnell übersieht. So verhält es sich auch mit einem weißen Trennstrich, der auf einigen Autobahnschildern zu sehen ist.
Der Strich trennt mitunter auf sogenannten Vorwegweisern (Zeichen 449 auf Autobahnen) die Namen der jeweiligen Ortschaften voneinander. Dieser kleine Hinweis zeigt mitunter große Auswirkungen an, auf die sich Autofahrerinnen und Autofahrer besser einstellen sollten, denn der waagerechte Trennstrich ist nicht nur aus optischen Gründen da. Er zeigt an, dass sich die folgende Ausfahrt teilt. Wer dabei auf die Details achtet, weiß schon frühzeitig, wie man sich am besten verhalten und welche Spur man wählen sollte.

Wer den Strich auf Autobahnschildern kennt, kann entspannter fahren
Der Trennstrich auf Vorwegweisern teilt dabei die jeweils gelisteten Ziele in zwei Gruppen ein. Alles, was oberhalb des Strichs steht, wird über die linke Abzweigung der Ausfahrt angesteuert. Alles, was unterhalb davon liegt, ist über die rechte Spur zu erreichen. Wer das weiß und auf die Schilder achtet, kann sich frühzeitig in die richtige Spur einsortieren und Chaos vermeiden.
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Übrigens gibt es den Trennstrich nicht nur auf Autobahnschildern, sondern auch auf der Beschilderung auf Bundes- oder Landstraßen. Dort ist dann lediglich die Farbgebung eine andere. Und auch auf Entfernungstafeln an der Autobahn kann man vergleichbare Querstriche entdecken. Während sich die dort angegebene Kilometerzahl im Übrigen immer auf die Entfernung zur jeweiligen Ortsmitte bezieht, werden unterhalb des Strichs die Ziele gelistet, die über eine andere als die gerade befahrene Autobahn zu erreichen sind.
