Kroatien hat sich in der jüngeren Vergangenheit vor allem im Sommer zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas entwickelt. Das spült allerdings nicht nur Geld ins Land, sondern sorgt zunehmend auch für Probleme mit Massentourismus. Darunter leiden die Einheimischen und auch für Touristinnen und Touristen sind eine überlastete Infrastruktur und überfüllte Sehenswürdigkeiten kein Pluspunkt.
Deshalb plant das Land an der Adria eine neue Regelung für Ferienunterkünfte. Diese soll zwar endgültig erst ab dem 1. Januar 2027 verankert werden, allerdings müssen Urlauber bereits ab dem 1. Juni 2026 aufmerksam sein. Ab dann sind alle betroffen, die künftig einen Urlaub in Kroatien planen.
Kroatische Regierung will Registrierungsnummer für Unterkünfte einführen
Nach dem Vorbild einiger, ebenfalls stark vom Tourismus belasteten, Länder plant Kroatien die Einführung einer Registrierungsnummer für Ferienunterkünfte. Das würde auch alle Einrichtungen betreffen, die über Buchungsportale wie Airbnb oder Booking.com zu finden sind.
Das Ziel ist vor allem, gegen illegale Vermietungen vorzugehen, die für die Tourismusbranche in Kroatien ein zunehmendes Problem darstellen. Wie das kroatische Portal „Morski“ berichtet, kommt das Land allein in den vergangenen drei Jahren auf etwa 10,5 Millionen nicht-kommerzielle Übernachtungen. Die geplante Regelung ist Teil eines umfassenden Gesetzespakets für den Tourismussektor des Landes.

Was bedeutet die neue Regel für den Kroatien-Urlaub?
Grundsätzlich ist eine Registrierungsnummer für Ferienunterkünfte auch für Touristinnen und Touristen von Vorteil. Denn bei rein privaten Angeboten gelten geringere Schutzrechte. So kommt es etwa immer wieder zu kurzfristigen Stornierungen oder sogar zu rechtlichen Problemen. Die Änderung schafft hier also auch für Reisende mehr Sicherheit.
Es bedeutet allerdings auch, dass Urlauberinnen und Urlauber in Kroatien darauf achten müssen, nur eine Unterkunft mit einer entsprechenden ID zu buchen. Sollte eine bereits getätigte Buchung für eine nicht-kommerzielle Unterkunft vorliegen, kann es außerdem sein, dass diese ins Wasser fällt, wenn die Unterkunft nicht den neuen Richtlinien entspricht.
Kroatien führt noch weitere neue Regeln für den Tourismussektor ein
Zudem dürften illegale private Anbieter in Kroatien damit weitestgehend verschwinden. Ob sich das eventuell auf die Preise für Unterkünfte auswirkt, bleibt abzuwarten. Darüber hinaus plant das Land in seinem großen Tourismus-Paket weitere Maßnahmen. So bekommen unter anderem Städte und Gemeinden größere Handhabe bei lokalen Regeln für Touristinnen und Touristen.
Auch der Verkauf von Energydrinks an Minderjährige soll eingeschränkt werden. Des Weiteren setzt das Land für die stark wachsende Branche auf mehr Kontrollen und Digitalisierung. Das soll die Qualität des Kroatien-Tourismus auch langfristig sicherstellen. So sollen Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

