Crashout, Süper oder Peak? Das sind die Top 10 für das Jugendwort des Jahres 2026

Digga, ich geh Crashout, das war echt Peak“ – könnte es zur Wahl des Jugendwortes 2026 heißen. Die Top 10 stehen zur Abstimmung, aber vor allem ein Begriff, der gar nicht dabei ist, sorgt für Diskussionen.
Crashout, Süper oder Peak? Das sind die Top 10 für das Jugendwort des Jahres 2026
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Was haben „Gammelfleischparty“, „Yolo“ und „Smombie“ gemeinsam? All diese Begriffe waren schon einmal Jugendwort des Jahres. Seit 2008 wird ein entsprechendes Wort oder ein Ausdruck vom Langenscheidt-Verlag gekürt. Vorschläge können online eingereicht werden, anschließend wird über eine Top 10 abgestimmt. Jetzt steht die Auswahl für 2026.

Diese Begriffe stehen als Jugendwort 2026 zur Wahl

Zum Einreichen von Vorschlägen werden vor allem die aufgerufen, die auch tatsächlich Jugendsprache benutzen, also vorrangig Vertreterinnen und Vertreter der Gen Z und Gen Alpha. Das sind die ausgewählten Top 10 (in alphabetischer Reihenfolge):

  • 67: Viraler Trend, der auf ein Video zurückgeht, bei dem ein Junge bei einem Basketballspiel laut „Six Seven“ ruft; hat eigentlich keine feste Bedeutung
  • Crashout: „Ich geh Crashout“ meint, dass jemand komplett ausrastet
  • Digga: Kann situativ etwa Bro oder Kumpel ersetzen
  • Du bist gut genug: Titel eines viralen Songs von KitschKrieg, Shirin David und Blumengarten
  • Gute Käse: Hat keine direkte Bedeutung, ersetzt aber oft Ausdrücke wie „richtig gut“ oder „stabil“
  • Macker: Situativ für „Typ“, „Kumpel“ oder „Boyfriend“
  • Peak: Etwas ist besonders gut
  • Ragebait: Content, der absichtlich starke negative Reaktionen hervorrufen soll, um Reichweite zu erzielen
  • Schere: Schuldeingeständnis wie „Sorry, mein Fehler“ oder auch der Aufruf, Verantwortung zu übernehmen („Heb die Schere“); war 2024 bereits nominiert
  • Süper: Türkisch für „Super“

Warum „Mehrzweckeier“ nicht zur Wahl steht

Ein Begriff wurde zwar enorm häufig vorgeschlagen, steht nun aber nicht zur Wahl als Jugendwort des Jahres 2026: „Mehrzweckeier“. Wie unter anderem die dpa berichtet, hätte es der Begriff eigentlich in die Top 10 geschafft, wurde aber aussortiert, weil er gegen die Regeln verstößt.

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Das Wort stellt politische Satire dar und geht auf ein Schild zurück, das bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht in Berlin zum Einsatz kam. Dort stand „Merz leck Eier“. Die Polizei beschlagnahmte das Plakat und leitete Ermittlungen gegen die Person ein, die es bei sich hatte, weil ein Anfangsverdacht der „üblen Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens“ bestehe.

Wie die Ermittlungen verlaufen sind, ist bisher nicht öffentlich bekannt. Allerdings wurde das Schild zum Meme und die abgeschwächte Form, „Mehrzweckeier“, zum geflügelten Internetbegriff. Schon mit dem Start der Vorschlagsphase zum Jugendwort 2026 wurde spekuliert, ob der Begriff zugelassen wird oder nicht.

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So läuft die Wahl zum Jugendwort 2026

Zunächst konnten von Ende Mai bis Mitte Juli – genau: vom 29. Mai bis 16. Juli – auf der Website des Langenscheidt-Verlags Vorschläge eingereicht werden. Bis zum 27. Juli wurden diese Einreichungen ausgewertet, um eine Top 10 zu erstellen. Dabei werden traditionell die Begriffe ausgewählt, die von besonders vielen vorgeschlagen wurden und die nicht beleidigend, rassistisch, sexistisch oder in anderer Art und Weise diskriminierend sind.

Nun kann vom 28. Juli bis zum 20. August abgestimmt werden; das Verfahren erfolgt ebenfalls online. Diese Ergebnisse werden ausgewertet, bevor dann vom 28. August bis zum 28. September noch einmal über die Top 3 abgestimmt wird. Am 10. Oktober wird dann das Jugendwort des Jahres 2026 auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

Das sind die Gewinner der vergangenen Jahre

Da bereits seit 2008 das Jugendwort des Jahres gewählt wird, gibt es inzwischen eine Historie, die sich sehen lassen kann. Viele der ehemaligen Jugendwort-Kandidaten sind inzwischen auch in den normalen Sprachgebrauch übergegangen wie etwa „Gönn dir“ oder „fame“. Das sind die Gewinner und weitere Finalisten der zurückliegenden Jahre:

  • 2008: Gammelfleischparty (2. Platz: Bildschirmbräune; 3. Platz: unterhopft sein)
  • 2009: hartzen (2. Platz: bam; 3. Platz: Bankster)
  • 2010: Niveaulimbo (2. Platz: Arschfax; 3. Platz: Egosurfen)
  • 2011: Swag (2. Platz: (epic) fail; 3. Platz: guttenbergen)
  • 2012: Yolo (2. Platz: FU!; 3. Platz: Yalla)
  • 2013: Babo (2. Platz: fame; 3. Platz: gediegen)
  • 2014: Läuft bei dir (2. Platz: Gönn dir; 3. Platz: Hayvan)
  • 2015: Smombie (2. Platz: merkeln; 3. Platz: rumoxidieren)
  • 2016: fly sein (2. Platz: bae; 3. Platz: isso)
  • 2017: I bims (2. Platz: napflixen; 3. Platz: tinderjährig)
  • 2018: Ehrenmann/Ehrenfrau (2. Platz: clucosehaltig; 3. Platz: verbuggt)
  • 2019: keine Wahl stattgefunden
  • 2020: lost (2. Platz: cringe; 3. Platz: wild/wyld)
  • 2021: cringe (2. Platz: sus; 3. Platz: sheesh)
  • 2022: smash (2. Platz: bodenlos; 3. Platz: Macher)
  • 2023: goofy (2. Platz: Side Eye; 3. Platz: NPC)
  • 2024: Aura (2. Platz: Talahon; 3. Platz: Schere)
  • 2025: Das crazy (2. Platz: goonen; 3. Platz: checkst du)