Italien ruft Alarmstufe Rot aus: Was das für Reisende bedeutet

Italien hat nun flächendeckend offiziell die Warnstufe Rot ausgerufen. Das hat Auswirkungen auf die Bevölkerung, aber auch auf Urlauber.
Italien ruft Alarmstufe Rot aus: Was das für Reisende bedeutet
iStock / Marco_Piunti

Zum ersten Mal in diesem Jahr gilt in Italien landesweit Alarmstufe Rot. Wie das italienische Gesundheitsministerium mitteilte, wird die Warnung ab Donnerstag (6. August) auf alle 27 Großstädte des Landes ausgeweitet; bis dahin gilt sie „nur“ in 25. Nun kommen jedoch Messina und Reggio Calabria dazu – beide Städte liegen im äußersten Süden des Landes.

Grund für die landesweite Warnung ist die anhaltende Hitzewelle. Für das Land am Mittelmeer ist es bereits die vierte in diesem Jahr, in einigen Regionen herrschen Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke. Was genau kommt nun mit Ausrufen des Notstandes auf Reisende und natürlich auch auf die Bevölkerung zu?

Was Alarmstufe Rot in Italien bedeutet

Alarmstufe Rot markiert ein ernsthaftes Risiko und einen potenziellen Gesundheitsnotstand. Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen gelte das explizit auch für junge und gesunde Menschen, wie das Gesundheitsministerium warnt. Zum Vergleich: Bei Warnstufe Orange gilt das Risiko vor allem für vulnerable Gruppen wie Kinder, vorerkrankte oder alte Personen.

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Die Zustände in Italien sind dabei nicht nur für die individuelle Gesundheit gefährlich. Sie belasten auch das Gesundheitssystem. Dieses ist zunehmend mit steigenden Notfallzahlen konfrontiert. Schon zu Beginn des Sommers hatte die italienische Regierung neue Richtlinien für Krankenhäuser veröffentlicht, damit diese mithilfe eines speziellen Triage-Systems in den Notaufnahmen hitze- und dehydrierungsbedingte Behandlungen sicherstellen können.

Hitze-Karte für Italien
salute.gov.it / Faktastisch

Italienische Regierung ergreift zahlreiche Maßnahmen zum Hitzeschutz

Darüber hinaus gibt es tagsüber eine Hitze-Hotline des Gesundheitsministeriums, das unter der Nummer 1500 zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch Reisende sind angehalten, ausreichend zu trinken, direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden und vor allem auf Personen der Risikogruppen zu achten.

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Neben diesen akuten Gesundheitsrisiken herrscht auch in Italien Waldbrandgefahr. Regionen wie Apulien und Sizilien hatten bereits mit Bränden zu kämpfen. Die Hitze und der fehlende Niederschlag der vergangenen Wochen haben die Gefahr im Land nahezu überall deutlich erhöht.

Passend zum Thema: Waldbrandgefahr! Die größten Fehler und wie man sich im Ernstfall rettet

Tipps für Reisende in Italien

Wer seinen Sommerurlaub aktuell in Italien verbringt, ist ebenfalls von der Alarmstufe Rot betroffen. So müssen sich Reisende in einigen Regionen aufgrund von Wasserknappheit darauf einstellen, dass Pools leer bleiben und auch Strandduschen teilweise nicht in Betrieb sein werden. Aufgrund der Waldbrände kann es in einigen Gebieten auch zu Stromausfällen kommen, teilweise sind auch die Mobilfunknetze betroffen.

Darüber hinaus gilt, dass man sich gut auf die Bedingungen vorbereiten und entsprechende Maßnahmen ergreifen sollte.

  • Ausreichend trinken und entsprechend auch immer Wasser mit sich führen.
  • Vor allem zur Mitte des Tages direkte Sonneneinstrahlung vermeiden und generell Sonnenschutz auftragen.
  • Aktuelle Waldbrandlage im Blick behalten und mit eventuellen Evakuierungen rechnen.
  • Empfehlungen und Anweisungen der Behörden unbedingt beachten.