Nach einer umfassenden Recherche der Bild kam es zu deutlicher Kritik an mehreren deutschen Ministerien. Im Fokus stand die sogenannte „Mallorca-Regel“. Mitarbeiter, die im Homeoffice tätig sind, dürfen es sich unter Palmen gemütlich machen und von der spanischen Insel aus arbeiten.
Diese Regel fällt unter „mobiles Arbeiten aus dem europäischen Ausland“. Zahlreiche Regierungsbeamte nutzen diese Möglichkeit regelmäßig, was nun jedoch für Unmut gesorgt hat. Das Kanzleramt sowie das Verteidigungs- und Umweltministerium erklärten die Vorgehensweise mit großzügigen Homeoffice-Regeln, wie „in Corona-Zeiten“. Allerdings folgte nun eine Maßnahme.

Homeoffice-Regel in deutschen Ministerien entfacht Diskussion
„Ziel ist es, dienstliche und familiäre Anforderungen so weit wie möglich flexibel gestalten und in Einklang bringen zu können“, hieß es in einem Statement gegenüber der Bild. Im Bundesjustizministerium wird eine Tätigkeit aus dem Ausland hingegen nur genehmigt, wenn „besondere private Umstände“ vorliegen. Das Gesundheitsministerium kündigte nun jedoch an, die „Mallorca-Regel“ unverzüglich streichen zu wollen. „Die neue Dienstvereinbarung zur Arbeitszeit und zum Arbeitsort des Ministeriums wird zeitnah in Kraft treten“, heißt es in einem Statement.
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Die Beamten können dann nur noch in Deutschland arbeiten, wenn es sich nicht um dienstliche Reisegründe handelt. „Die mobile Arbeit wird dann außerhalb von Dienstreisen ausschließlich im Inland möglich sein“, erklärte eine Sprecherin. An der Regel, dass die Beamten bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit im Homeoffice verbringen können, wird sich jedoch nichts ändern. Zahlreiche Unternehmen haben die Homeoffice-Option auch nach der Corona-Pandemie weiter genutzt. Schließlich bietet das hybride Arbeitsmodell zahlreiche Vorteile. Einerseits kann der Arbeitgeber Kosten sparen, da nicht derselbe Umfang an Räumlichkeiten notwendig ist, außerdem haben mehrere Studien belegt, dass viele Arbeitnehmer vom eigenen Schreibtisch aus sehr produktiv arbeiten können. Dennoch bleibt das Thema auch in Deutschland umstritten.

