Historische Hitzewellen: Städte fordern Milliarden für Klimaanlagen

Die Sommer werden heißer, die Gefahr für vulnerable Gruppen wächst: Nachdem Hitzewellen in diesem Jahr bereits Tausende Todesopfer forderten, schlagen nun deutsche Städte und Kommunen Alarm – und fordern massive Investitionen.
Historische Hitzewellen: Städte fordern Milliarden für Klimaanlagen
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In diesem Jahr kam es in Deutschland gleich zu drei extremen Hitzewellen. Tagelang fielen die Temperaturen nicht mehr unter die 30-Grad-Marke. Mancherorts wurden sogar über 40 Grad gemessen. Ein Problem, das nicht nur Menschen belastet, die im Dachgeschoss leben.

Insbesondere in Altenheimen und Krankenhäusern kann die Hitze schwere Folgen haben. „Krankenhäuser brauchen Klimaanlagen für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das Klinikpersonal“, betonte der Deutsche Städte- und Gemeindebund-Chef Ralph Spiegler. Betroffene sind bereits alt, vorbelastet und krank. Allein der plötzliche Temperaturanstieg kann ausreichen, um die Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Deshalb fordern deutsche Städte und Kommunalverbände 20 Milliarden Euro für die Ausrüstung mit entsprechenden Klimaanlagen.

Klimaanlage vor einer blauen Wand
picture alliance

Klimaanlagen für Altenheime und Krankenhäuser gefordert

Deutschland sei auf die immense Hitze nicht richtig eingestellt. Die aktuellen Bedingungen haben gezeigt, dass „auch Krankenhäuser sowie Alten- und Pflegeheime besser auf derartige Ereignisse vorbereitet werden müssen“. Wie das Deutsche Krankenhausinstitut erklärte, sind nur rund 38 Prozent der Krankenzimmer in Deutschland klimatisiert. Ein alarmierender Zustand. Kürzlich musste sogar ein Pflegeheim evakuiert werden, weil es in den Zimmern für die Seniorinnen und Senioren zu heiß wurde.

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Hitze kostete 2026 bereits 12.000 Menschen das Leben

Immer wieder wird vor Extremwetter, Phänomenen wie El Niño und dem Klimawandel gewarnt. Es kommt nicht nur zu Unwettern, auch die Gesundheitsbelastung und die Waldbrandgefahr steigen deutlich an. Doch der präventive Klimaschutz kann dafür sorgen, dass langfristige enorme Summen eingespart werden können. Zu diesem Ergebnis kam das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Allein in diesem Sommer sind in Deutschland bereits 12.000 Menschen aufgrund der Hitze verstorben, schätzte das RKI. Die vergangenen Jahre wurden somit deutlich übertroffen. Dennoch können Projekte und Maßnahmen oft nur mit privater Unterstützung umgesetzt werden.

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