Das Wetterphänomen El Niño sorgt schon seit Monaten für Diskussionen. Die Auswirkungen werden aber nicht nur in den Sommermonaten spürbar sein. Die UN warnte kürzlich vor Extremwetter, Dürre und Starkregen im Herbst. Bisher galt 2024 als das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, dieser Rekord könnte 2026 gebrochen werden.
Das Phänomen El Niño tritt alle zwei bis sieben Jahre auf. Die nordamerikanische Wetterorganisation NOAA bestätigte bereits im Frühling, dass es in diesem Jahr wieder so weit ist. Bei dem Phänomen schwächen sich die Passatwinde über dem Pazifischen Ozean ab, was dazu führt, dass warmes Wasser zurück an die Küste Südamerikas fließt. Dadurch erwärmt sich der Ozean stark und beeinflusst das globale Klima.

Wetterphänomen El Niño sorgt auch im Herbst für Dürre und Unwetter
Die Folgen des Phänomens sind weltweit spürbar. In Südamerika kommt es zu heftigem Regen, Überschwemmungen und dem Sterben von Fischen. In Asien und Australien drohen Trockenheit, Hitze und Waldbrände, während die globale Temperatur ansteigt. Auch in Europa ist es diesen Sommer vergleichsweise heiß. Erst kürzlich kam es zu heftigen Waldbränden in Frankreich und Spanien. Auch in Deutschland wurden die Warnstufen angehoben. Doch Europa wird eigentlich nur indirekt und stark verzögert von den Effekten erreicht. Hintergrund sind die globalen Luftströmungen. Zwar sind die Folgen nur abgeschwächt spürbar, doch sie reichen trotzdem aus, um für Extremwetter zu sorgen.
Mehr dazu: Neue Analyse zeigt: Klimawandel macht Hitzewelle bis zu 4 Grad heißer
Auch Europa spürt die Auswirkungen
Laut WMO ist der Pazifik in diesem Jahr voraussichtlich 2,9 Grad wärmer als sonst. „Während wir mit Krieg und Instabilität ringen, verschärft sich eine weitere Krise – eine Krise, die keine Grenzen kennt und weltweit Leben und Existenzgrundlagen zerstört“, erklärte Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. „Wir hören viel über Rekordhitze, Dürren und Waldbrände – aber nicht genug über die eigentliche Ursache dieser Ereignisse: die sich beschleunigende Klimakrise, die durch fossile Brennstoffe angetrieben wird“, heißt es weiter. Die Weltorganisation für Meteorologie der UN warnte vor den Auswirkungen von El Niño, die sich bis in den Herbst hineinziehen werden. Erst im November wird der Höhepunkt erwartet.

