Proteste ausgelöst: Minister wollen Pflicht für Frauentoiletten bei Events abschaffen

Lange Schlangen vor Frauentoiletten sollen bald der Vergangenheit angehören – zumindest wenn es nach den Plänen der Bauminister geht. Ein Vorstoß zur Unisex-Lösung bei Großveranstaltungen sorgt jedoch für Widerstand.
Proteste ausgelöst: Minister wollen Pflicht für Frauentoiletten bei Events abschaffen
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Gibt es bald bei großen Events nur noch Unisex-Toiletten? Wenn es nach den Bauministern der Bundesländer geht, ist das die Lösung der Zukunft. Aktuell wird an einer Mustervorlage für die neue Versammlungsstättenverordnung gearbeitet. Unter anderem fordern die Verantwortlichen die Abschaffung der Pflicht für Frauentoiletten bei bestimmten Veranstaltungen.

Im Mai forderten die Grünen in Bayern bereits dazu auf, dass es künftig die gleiche Anzahl an Frauentoiletten und Männertoiletten bei Events geben müsse. Denn die Schlangen sind lang und darüber hinaus wurde mehrfach belegt, dass Frauen auf der Toilette länger brauchen als Männer. Dennoch gibt es oft mehr Optionen für Herren statt für Damen.

Symbole für verschiedene Toiletten
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Gibt es bald keine Männer- und Frauentoiletten mehr? Minister fordern Unisex-Lösung

Die Bauminister erwägen nun jedoch einen anderen Schritt. Sie wollen stattdessen auf eine Unisex-Lösung setzen. Doch auf diesen Vorstoß folgten deutliche Proteste. Die Regelung soll für Veranstaltungsstätten wie Konzerthallen, Theater oder auch Fußballstadien gelten. Die Veranstalter sollen selbst entscheiden können, ob sie getrennte Toiletten zur Verfügung stellen möchten oder nicht. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich der Andrang somit besser verteilt und die langen Schlangen vor der Frauentoilette wegfallen. „Die harte Vorgabe nach getrennten Toiletten ist nicht mehr praktikabel. Ich bin dafür, dass man Vereinfachungen macht und nicht mehr alles überbürokratisiert“, erklärte der Vorsitzende der Bauministerkonferenz, Christian Gaebler.

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Die Initiative „Was ist eine Frau“ rief daraufhin dazu auf, den Bauministern Protestbriefe zu schreiben und sich gegen die Abschaffung der Pflicht zu wehren. „Was Ende des 19. Jahrhunderts von Frauenrechtlerinnen erkämpft wurde, soll aus der Musterversammlungsstättenverordnung gestrichen werden“, heißt es in einem öffentlichen Statement. Außerdem wurde ein offener Brief verfasst, in dem es heißt, die Frauentoilette würde die „Privatsphäre schützen“, „spezifische Gesundheits- und Hygienebedürfnisse berücksichtigen“ sowie das „Sicherheitsgefühl stärken“. Aktuell wurde allerdings noch keine Änderung beschlossen. Die Ministerinnen und Minister stimmen lediglich über die Vorschläge ab.

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