Das sind die 15 schönsten Wörter der Welt

Manche Begriffe klingen unabhängig davon, ob man die jeweilige Sprache versteht oder nicht, für das menschliche Ohr einfach schön. Eine Jury hat nun die schönsten Wörter der Welt ermittelt.
Das sind die 15 schönsten Wörter der Welt
Shutterstock / Jure Divich

Sprache im Allgemeinen und Wörter im Besonderen sind eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, die Menschen zur Verfügung stehen. Auf der gesamten Welt gibt es schätzungsweise 7.000 lebende Sprachen, die also noch gesprochen werden. Wie viele Wörter aus diesen hervorgehen, kann man nur vermuten.

Welche davon besonders schön klingen, liegt im Auge der Betrachtenden oder vielmehr im Ohr der Hörenden. Eine Jury mit Sprach-Expertinnen und -Experten hat sich im Auftrag der Sprachlern-App Babbel dennoch an eine Auswahl gewagt. Zum schönsten Wort von allen wurde am Ende „Kaitiakitanga“ gewählt. Aber es haben noch weitere Begriffe den Sprung auf die Shortlist geschafft.

Diese Wörter klingen besonders schön

Dabei wurde zunächst unter Berücksichtigung von Sprach- und Kultur-Spezialistinnen und -Spezialisten und nach einer Auswertung diverser Online-Foren mit Beiträgen zu diesem Thema eine Liste mit insgesamt 223 Wörtern erstellt, die aus 75 verschiedenen Sprachen stammen. Die Jury legte sich anschließend basierend auf vier Bewertungskriterien – Klang, Bedeutung, Seltenheit und kulturelle Resonanz – auf eine Top 15 fest:

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  • Aura
  • Hiraeth
  • Ikigai
  • Iriy
  • Kaitiakitanga
  • Kintsugi
  • Luftmensch
  • Mamihlapinatapai
  • Naz
  • Ojalá
  • Poronkusema
  • Saudade
  • Ubuntu
  • Yakamoz
  • Zephyr

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Was bedeuten die Begriffe?

Die Bedeutung der ausgewählten „schönsten“ Wörter ist sehr verschieden, hat aber zu ihrer Auswahl beigetragen. Das Wort „Aura“, das auch im Deutschen verwendet wird, um eine besondere Ausstrahlung zu bezeichnen, kommt aus dem Griechischen, genauso wie „Zephyr“, das eine sanfte und erfrischende Brise beschreibt. „Hiraeth“ ist Walisisch und meint eine bittersüße Sehnsucht nach etwas Verlorenem oder auch nie Gekannten.

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Ikigai“ stammt wiederum aus dem Japanischen und bezeichnet einen Lebenssinn, der einem die Motivation gibt, jeden Tag aufs Neue anzugehen, während das aus dem Ukrainischen kommende „Iriy“ ein legendenhafter Ort, an den sowohl Seelen als auch Vögel im Winter ziehen. „Kaitiakitanga“ sagen die Maori und beschreiben damit die spirituelle Verantwortung für die Natur, um sie für künftige Generationen zu bewahren. „Kintsugi“ ist ebenfalls Japanisch und bezeichnet die Kunst, zerbrochene Gegenstände mit Goldlack zu reparieren und die Bruchstellen so sichtbar zu halten und wertzuschätzen.

Luftmensch“ ist wiederum Jiddisch und ist ungefähr mit Tagträumer oder auch Idealist zu übersetzen, während der lange Begriff „Mamihlapinatapai“ aus der Sprache der Yaghan stammt und einen bedeutungsvollen Blick beschreibt, den sich zwei Personen zuwerfen, die etwas beginnen möchten, aber noch zögerlich sind. „Naz“ ist Urdu für das stolze Gefühl, das entsteht, wenn man bedingungslos geliebt wird und „Ojalá“ ist im Spanischen der Ausdruck, wenn man hofft oder sich wünscht, dass etwas Bestimmtes passiert.

Poronkusema“ sagen die Finninnen und Finnen und meinen ein traditionelles Distanzmaß, das sich am Laufvermögen von Rentieren bemisst. „Saudade“ ist hingegen Portugiesisch für eine tiefe Sehnsucht nach etwas oder jemandem, die schön und schmerzhaft zugleich ist. „Ubuntu“, nach dem das gleichnamige Betriebssystem benannt ist, ist ein afrikanisches Lebensprinzip der gemeinsamen Menschlichkeit und geht auf die Sprache der Zulu zurück. „Yakamoz“ kommt aus dem Türkischen und benennt das Schimmern des Mondlichts, wenn es auf eine Wasseroberfläche trifft.