Keine Pommes mehr bei der Deutschen Bahn

Im Bordbistro der Deutschen Bahn wird es künftig keine Pommes mehr geben. Die Gründe dafür sind vor allem pragmatischer Natur, dennoch hat der Schritt eine Diskussion angestoßen.
Keine Pommes mehr bei der Deutschen Bahn
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Pommes frites erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Das liegt nicht nur an der Fett-Salz-Kombination, die den Körper anspricht, sondern auch an der Vielseitigkeit als Beilage und weil sie in ihrer kleinen Form bequem als Fingerfood gegessen werden können. Für Imbissbuden sind sie zudem enorm einfach in der Zubereitung, da die tiefgekühlten Produkte nur noch in der Fritteuse aufbereitet werden müssen.

Dass nun ausgerechnet Pommes von der Speisekarte der Deutschen Bahn verschwinden, von denen laut eigenen Angaben jährlich etwa 600.000 Portionen verkauft werden, können deshalb viele nicht nachvollziehen. Wie zuerst der „Münchner Merkur“ berichtete, gibt es den Klassiker bereits seit Anfang Juni nicht mehr im Bordbistro der DB. Stattdessen wurden Pommes durch Kartoffelecken, sogenannte Wedges, ersetzt. Doch warum hat sich das Unternehmen für diesen Schritt entschieden?

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Kartoffelecken sollen Pommes langfristig ersetzen

Die Kartoffelecken gibt es laut Speisekarte ebenfalls als Beilage – etwa zur Currywurst für 11,90 Euro – oder als Einzelgericht mit Soße, dann kosten sie 5,90 Euro (Stand: 22. Juni 2026). Während zunächst von einem Wechsel der Speisekarte aufgrund von Abwechslung die Rede war, gibt es offenbar einen viel praktischeren Grund für den Produktwechsel: die Tiefkühlung.

Diese wird nämlich an Bord der IC- und ICE-Züge gestrichen. Da Pommes allerdings klassischerweise vor der Zubereitung vorfrittiert und dann tiefgekühlt werden, sind sie direkt von der Umstellung betroffen. Auch andere Tiefkühlprodukte im Bordbistro wie beispielsweise Speiseeis müssen entsprechend ersetzt werden. Kartoffelwedges können hingegen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Keine Pommes mehr bei der Deutschen Bahn: Zwei Züge der DB an einem Bahnhof, auf einem ist der Schriftzug „Bordrestaurant“ zu sehen
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Weniger Pannen und Vorgaben durch die EU

Ein Grund für das Entfernen der Tiefkühlung ist offenbar der Service. Immer wieder ist die Kühlung in Zügen der Deutschen Bahn von Defekten und Ausfällen betroffen. Das stellt nicht nur das Personal vor Herausforderungen, sondern hat auch zur Folge, dass Speisen, die eigentlich auf der Karte stehen, nicht angeboten werden.

Durch die Maßnahme soll die Gastronomie an Bord also „zuverlässiger und weniger komplex“ werden, wie ein Sprecher der Bahn erklärte. Ein weiterer Grund dürften allerdings Vorschriften der Europäischen Union sein. Diese sieht nämlich vor, dass bisher von der Deutschen Bahn verwendete Kältemittel nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zum Einsatz kommen dürfen.

Eine Umrüstung wäre teuer und aufwändig. Stattdessen möchte die Bahn nun schrittweise die Tiefkühlgeräte bis Ende des Jahres entfernen. Auf diese Weise könne der frei werdende Platz etwa für besonders beliebte Getränke genutzt werden, deren Angebot dann ausgebaut werden soll – allerdings ohne Eiswürfel. Diese sollen aufgrund der Tiefkühlproblematik langfristig ebenfalls wegfallen.

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Diskussion um Pommes im DB-Bordbistro

In den sozialen Netzwerken hat die Maßnahme für einige Aufregung gesorgt. Viele finden es vor allem schade, dass die beliebte Pommes-Beilage verschwindet und äußern mit Blick auf die Eiswürfel Sorge vor vollen Zugfahrten an besonders heißen Tagen. „Currywurst mit Pommes waren zwar nicht überragend aber für eine Zugfahrt echt okay und Eiswürfel sind im Sommer echt Gold wert. Schade“, schreibt ein Nutzer vor allem enttäuscht.

Einige äußern aber auch deutliche Kritik und Kommentare wie „Dann sollen sie das Bordbistro doch ganz zumachen“, findet man vielfach. Es gibt allerdings auch verständnisvolle Stimmen und einige, die finden, dass Kartoffelecken ohnehin die bessere und schmackhaftere Alternative sind. Und wieder andere sehen das Ganze vor allem pragmatisch: „Einfach ne Stulle mitnehmen.“