Pommes gehören zu den beliebtesten Snacks der Welt. Ob zum Schnitzel, mit Ketchup und Majo oder mit Curry-Wurst; die Kartoffelvariation schmeckt in allen Varianten. In den Niederlanden gibt es eine besondere Kreation, die aktuell immer gefragter wird. Die Spezialität trägt den Namen Patatje Oorlog, was auf Deutsch „Fritten-Krieg“ bedeutet.
Es ist ein eigenwilliges Gericht, das im Nachbarland besonders gerne bestellt wird. „Dabei handelt es sich um frisch frittierte Pommes, die mit einer Kombination aus Erdnusssoße, Mayonnaise und rohen Zwiebeln serviert werden“, erklärt Nick Slagter, der an einem Imbissstand in Winschoten tätig ist.

Zutaten mit Geschichte: So schmeckt die Spezialität „Fritten-Krieg“
Der Name des Gerichts soll dabei auf das „Schlachtfeld“ der Soßen anspielen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Manchmal bezieht sich die Bezeichnung aber auch auf die Fusion der gegensätzlichen Geschmacksrichtungen. Dass süße Komponenten gerne mit salzigen Zutaten kombiniert werden, ist nicht neu. Beispielsweise gilt Popcorn mit Karamell und Salz als gefragter Trend-Snack, während auch Zartbitterschokolade mit Salz seit Jahren gerne gekauft und verzehrt wird. Doch die Erdnusssoße, welche die Holländer für ihren „Fritten-Krieg“ verwenden, ist nicht nur süß.
Die Variante überzeugt gleichzeitig mit einer pikanten Note, die mit der Mayonnaise harmoniert. Sie wird auch Saté-Soße genannt. Dahinter steckt Sambal Oelek, welches für seine Schärfe bekannt ist. Die Portion Pommes hilft dabei, das Brennen auf der Zunge etwas abzumildern. Die Niederländer servieren den Soßenmix entweder kalt oder warm – je nach Geschmack. Seinen Ursprung hat die Spezialität in der Kolonialzeit. Es entstand durch die historischen Verbindungen zu Indonesien. Bis zum Jahr 1945 war Indonesien nämlich eine niederländische Kolonie.
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Heute kann man es an zahlreichen Imbissbuden probieren. Außerdem wird der „Fritten-Krieg auf dem Teller“ in den sozialen Medien immer häufiger von Influencern getestet und weiter empfohlen. Im Rheinland und im Ruhrgebiet werden hingegen oft „Pommes Spezial“ serviert, die ebenfalls mit gehackten Zwiebeln überzeugen, allerdings lediglich mit Curry-Ketchup und Mayonnaise garniert werden.
