Der renommierte deutsche Autohersteller BMW muss Autos aus mehreren Modellreihen zurückrufen, die teilweise auf der ganzen Welt verkauft wurden. Nach eigenen Produktkontrollen und Medienberichten zufolge auch nach einigen Beschwerden von Kundinnen und Kunden wurde ein Defekt festgestellt, der im schlimmsten Fall zu einem Brand im laufenden Betrieb führen kann. Von dem Rückruf ist weltweit eine sechsstellige Zahl von Fahrzeugen im mittleren Bereich betroffen, wie der Hersteller angab.
Die vom Portal „kfz-betrieb“ ins Spiel gebrachte Zahl von 575.000 Autos würde zu dieser Aussage passen, wurde aber von BMW nicht offiziell bestätigt. In Deutschland sollen knapp 28.600 Fahrzeuge betroffen sein. Grund für den Aufruf ist offenbar ein Problem mit dem Starter. Das war bereits bei einer Rückruf-Aktion im Herbst 2025 der Fall; damals ging es um insgesamt um 1,15 Millionen Autos.
Der neue Rückruf betrifft BMW-Fahrzeuge, deren Starter-Relais aus den Jahren 2020 bis 2022 stammt; das betrifft auch nachgerüstete Ausgaben. Offenbar kann Metallabrieb dabei zu einem Kurzschluss im Magnetschalter führen. Das wiederum kann eine Erhitzung des Starters zur Folge haben, was dann eine akute Brandgefahr bedeutet. „In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden“, heißt es von einem Sprecher des Unternehmens.

Wie man erkennen kann, ob man von dem BMW-Rückruf betroffen ist
Der Hersteller empfiehlt deshalb, betroffene Fahrzeuge nach dem Start auf keinen Fall aus den Augen zu lassen, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Betroffen sind offenbar Autos verschiedenster Baureihen:
- 2er-Coupé (Modellcode: G42)
- 3er-Limousine (G20)
- 3er-Touring (G21)
- 3er-China-Langversion (G28)
- 4er-Coupé (G22)
- 4er-Cabrio (G23)
- 4er-Gran-Coupé (G26)
- 5er-Limousine (G30)
- 5er-Touring (G31)
- 6er-Gran-Tourismo (G32)
- 7er-Limousine (G11, G12)
- X3 (G01)
- X4 (G02)
- X5 (G05)
- X6 (G06)
- Z4 (G29, auch der baugleiche Toyota Supra)
Die genaue Identifikation kann dabei über die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) erfolgen. Diese 17-stellige Nummer findet man entweder in der Zulassungsbescheinigung oder in der myBMW-App. Anschließend kann die Nummer über die Website des Autoherstellers überprüft werden. „Bei allen potenziell betroffenen Fahrzeugen muss der Starter getauscht werden“, heißt es vonseiten des Unternehmens. Wer ein entsprechendes Modell hat, sollte also schnellstmöglich eine Werkstatt aufsuchen.
