„Blutschnee“: Wetterexperten warnen vor Saharastaub und eisigen Temperaturen

In den nächsten Tagen könnte in Deutschland der sogenannte "Blutschnee" fallen. Es handelt sich um ein seltenes Wetterphänomen, das man voraussichtlich in mehreren Bundesländern beobachten kann.
„Blutschnee“: Wetterexperten warnen vor Saharastaub und eisigen Temperaturen
Xavi Lapuente/Shutterstock

Der Winter hat Deutschland auch weiterhin fest im Griff. Insbesondere im Norden und in Berlin kam es in den vergangenen Tagen zu Glatteis und Schneefall. Doch auch im Süden hüllen sich die Alpen weiterhin in ein weißes Kleid. Das könnte sich aber schon bald ändern.

Denn Wetterexperten kündigten kürzlich ein seltenes Phänomen an: den „Blutschnee“. Dabei spielt natürlich kein echtes Blut eine Rolle, stattdessen werden die Schneeflocken bräunlich und rötlich gefärbt, was am Saharastaub liegt. „Im Föhn vom Atlasgebirge entsteht ein Tiefdruckgebiet oder ist bereits ein Tiefdruckgebiet entstanden. Das nimmt aus der Sahara sehr viel Staub mit und führt diesen Staub Richtung Italien und Deutschland“, erklärte Meteorologe Jan Schenk gegenüber dem Focus.

Shutterstock

"Blutschnee" in Deutschland: Saharastaub sorgt für seltenes Wetterphänomen

Es handelt sich um ein Phänomen, welches man bereits aus dem Sommer kennt. Normalerweise kommt es zum „Blutregen“, der seine Spuren auf der Windschutzscheibe hinterlässt. Gleiches kann aber auch im Winter passieren. Am Wochenende soll es außerdem erneut zu Regen und Blitzeis kommen. Denn am Samstag und am Sonntag fließt neue Kaltluft nach Deutschland. Auch diesmal soll insbesondere Berlin betroffen sein. Am Sonntag zeigt sich noch ein weiteres Wetterphänomen. Experten warnen nämlich vor Nieselregen und gefrierendem Nebel.

Der besagte „Blutschnee“ wird unter anderem in Sachsen, in Brandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen erwartet. Den Experten zufolge handelt es sich um eine äußerst seltene Wetterlage, da mehrere Bedingungen erfüllt sein müssen. Der verfärbte Schnee ist zwar harmlos, kann aber gefährlich werden, wenn Glatteis und Blitzeis hinzukommen. Deshalb sollte man besonders vorsichtig sein, wenn man am Wochenende mit dem Auto unterwegs ist. Auch vor der Haustür muss im Winter regelmäßig der Gehweg geräumt werden, sonst drohen hohe Bußgelder.