Im Mai werden gleich zwei Vollmonde erwartet. Einer von ihnen ist der sogenannte Blue Moon. Da der Mondzyklus lediglich 29,5 Tage beträgt, der Mai aber 31 Tage lang ist, wird man den Mond gleich mehrfach in voller Pracht am Abendhimmel sehen. Diese zweite Phase wird auch Blue Moon genannt, ohne dass der Himmelskörper etwa seine Farbe verändern würde.
Stattdessen beschreibt die englische Redewendung ein seltenes Ereignis. Denn zwei Vollmonde in einem Kalendermonat tauchen nur alle 2,7 Jahre auf. Es handelt sich also um ein besonderes Schauspiel. Damit es zu dem Phänomen kommen kann, muss der erste Vollmond außerdem am 1. oder 2. des Monats stattfinden.

Zwei Vollmonde im Mai: Das steckt hinter dem Blue Moon
Der erste Vollmond am 1. Mai ist auch als Blumenmond bekannt. Er läutet den Frühling ein und gilt aufgrund seiner Entfernung von der Erde auch als Mikromond. Demnach wirkt er verhältnismäßig klein am Nachthimmel. „Aprilwetter bringt Maiblumen“, lautet das Sprichwort, das in dieser Jahreszeit im Fokus steht. Die Bezeichnung des Blumenmondes sollte ursprünglich auf die Blütenpracht Nordamerikas aufmerksam machen.
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Der Vollmond erreicht also sein Apogäum und damit den erdfernsten Punkt. Er wirkt für Beobachter 14 Prozent kleiner und auch gleichzeitig 30 Prozent dunkler als ein Supermond, der sich wiederum am erdnächsten Punkt befindet. Natürlich kann man ihn trotzdem deutlich am Nachthimmel sehen. Außerdem wird im Mai der Meteorstrom der Eta-Aquariiden erwartet. Dieser Schauer kann für bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde sorgen und hat seinen Höhepunkt am 6. Mai. Am besten lassen sie sich beobachten, wenn sich der Mond in der abnehmenden Phase befindet.

