Zweimal im Jahr findet in Deutschland ein umfangreicher Blitzermarathon statt. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen demnach mit häufigeren Überprüfungen der Polizei rechnen. Wer die Geschwindigkeitsbegrenzung ignoriert, dem drohen teilweise hohe Bußgelder.
Da die Bundesländer selbst entscheiden, inwieweit sie an dem Blitzermarathon teilnehmen, gelten je nach Ort verschiedene Regeln. Die Speedweek dauert diesmal bis zum 9. August 2026. Diesmal gibt es allerdings keinen Tag, an dem besonders viele Kontrollen stattfinden. Im Gegensatz zum ersten Marathon in diesem Jahr ist kein zeitlicher Schwerpunkt geplant. Die Polizei fokussiert sich insbesondere auf Schnellstrecken wie Autobahnen und Bundesstraßen. Aber auch Stadtgebiete und Gefahrenzonen, zum Beispiel an Schulen oder Krankenhäusern, werden ins Visier genommen.

Blitzermarathon in Deutschland startet: Bußgelder und Verwarnungen drohen
Im April nahmen fast alle 16 Bundesländer an der Aktion teil. Diesmal werden die Maßnahmen aber von einigen abgespeckt. Bayern verzichtet beispielsweise vollständig auf die Speedweek im August. Zu den teilnehmenden Ländern gehören Baden-Württemberg, NRW, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Die Behörden geben allerdings nicht genau bekannt, wo kontrolliert wird. Es gibt zwar immer wieder Standorte, die im Internet auftauchen, doch das heißt nicht, dass nicht auch an anderen Standpunkten mobile Blitzer aufgestellt sind.
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Hintergrund des Blitzermarathons ist immer noch die Tatsache, dass es durch Raser zu zahlreichen Verkehrsunfällen kommt. „Nach wie vor ist in Nordrhein-Westfalen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen“, erklärte beispielsweise ein Sprecher des Innenministeriums. Bei den Kontrollen geht es aber nicht nur darum, Bußgelder zu verlangen. Stattdessen möchten die Beamten gleichzeitig auf die Fahrer zugehen und sie auf die Folgen und Risiken der Verkehrsverstöße aufmerksam machen. Der AvD Nordrhein befürwortete die Aktion, machte lediglich auf den eher unpassenden Zeitraum aufmerksam, der in die Haupturlaubszeit fällt.

