Nach einem verhaltenen Weihnachtsfest hat der Januar vielerorts in Deutschland und auch in angrenzenden Ländern dafür umso härter zugeschlagen. Es herrschen eisige Temperaturen und Frost, dazu gab es vielerorts auch einigen Schneefall. Einer uralten Bauernregel zufolge wird dadurch bereits das Wetter im Sommer beeinflusst. Bei sogenannten Bauernregeln handelt es sich um teilweise seit Jahrhunderten weitergereichte Volksweisheiten über das Wetter.
Sie stammen aus einer Zeit, in der es noch keinen Wetterdienst gab und in der meteorologische Kenntnisse begrenzt waren. Für Personen in der Landwirtschaft lieferten solche meist in Reimform verfassten Bauernregeln wichtige Richtwerte. Was nach veraltetem Aberglaube klingt, kann auch heute noch das Wetter teilweise erstaunlich präzise vorhersagen. Das liegt daran, dass die Bauernregeln auf jahrelangen, detailreichen Beobachtungen der Bevölkerung basieren, die dementsprechend auch ohne tiefergehende Kenntnisse der meteorologischen Mechanismen Zusammenhänge erkennen konnten.

Bauernregel besagt: „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer ...“
Der aktuelle verschneite Januar dürfte dementsprechend unter Kennerinnen und Kennern alter Bauernregeln heiß diskutiert werden. Das heiß ist dabei wörtlich zu nehmen. Denn ein altes Sprichwort besagt: „Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.“ Die alte Volksweisheit stellt also einen direkten Zusammenhang zwischen dem Wetter im Januar und eventueller Hitze im Sommer her. Doch wie verlässlich ist eine solche Prognose?
Im Detail lässt sich das jetzt noch nicht genau beantworten. Expertinnen und Experten zufolge zeige sich in statistischen Auswertungen tatsächlich ein Zusammenhang, allerdings sei dieser eher marginal. Meteorologisch könnte man das Ganze unter Umständen mit großräumigen Luftdrucksystemen erklären. Eine Garantie für hohe Temperaturen im Sommer aufgrund der aktuellen Wetterlage ist das aber noch lange nicht.
