Dieses Land hat die tödlichsten Autobahnen Europas

Eine neue Untersuchung zeigt, welche Autobahnen in Europa besonders gefährlich, aber auch besonders sicher sind. Wie schneidet Deutschland ab?
Dieses Land hat die tödlichsten Autobahnen Europas
picture alliance

In Deutschland kommt es jährlich zu Hunderttausenden Verkehrsunfällen im Straßenverkehr. Dabei entfällt ein nicht unwesentlicher Teil auf Autobahnen. Da hier höhere Geschwindigkeiten herrschen, ist das Risiko entsprechend größer. Dabei gilt allerdings nicht direkt, dass die höchsten Geschwindigkeiten zu den meisten Unfällen führen.

Deutschland ist das einzige Land in Europa, in dem es Autobahnen ohne Tempolimit gibt. Dennoch liegen die Schnellstraßen hierzulande im Vergleich zum Rest Europas nur im Mittelfeld – das gilt sowohl mit Blick auf die gefährlichsten als auch auf die sichersten Autobahnen auf dem Kontinent.

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Autobahnen der europäischen Länder im Vergleich

In einer Auswertung zu diesem Sachverhalt von Statista aus dem Jahr 2025 wurden vor allem die Zahlen der Todesfälle in Relation zu Autobahn-Kilometern einbezogen. Der Analyse liegen Daten der European Road Safety Observatory (ERSO) zugrunde.

Dabei zeigt sich, dass gemessen am Streckennetz Belgien die meisten Todesfälle verzeichnet und damit die gefährlichsten Autobahnen Europas hat. Es folgen Italien, Slowenien, Polen und Luxemburg. Deutschland liegt hingegen auf Platz 10 und kommt auf durchschnittlich 24 Verkehrstote auf 1.000 Kilometer pro Jahr.

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Auf dem letzten Platz liegt mit weitem Abstand Schweden, das nur auf knapp drei Tote kommt. So gesehen gibt es in dem skandinavischen Land die sicherste Autobahn des Kontinents. Auf den Plätzen davor beziehungsweise dahinter liegen Dänemark, die Schweiz, die Slowakei und Österreich.

Autobahn in Europa
iStock / Schroptschop

Unfallzahlen in Deutschland

Für Deutschland gibt es auch noch exaktere Zahlen, unter anderem zu generellen Unfallstatistiken. Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen beispielsweise für das Jahr 2024, dass es zu 290.701 Verkehrsunfällen mit Personenschaden kam.

Davon entfallen fast 70 Prozent (202.329) auf innerörtliche Zwischenfälle, weitere knapp 24 Prozent (68.912) auf Straßen außerorts ohne Autobahnen. Autobahnen selbst machen hingegen nur die verbleibenden circa 6,5 Prozent aus. Allerdings entfallen nur etwa 1,6 Prozent des deutschen Straßennetzes auf Autobahnen, sodass im Verhältnis vor allem Unfälle mit Personenschaden auf Schnellstraßen überproportional häufig vorkommen.

Die gängigsten Gründe für solche Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. Oft liegt es beispielsweise an mangelndem Sicherheitsabstand oder einer Ablenkung der fahrenden Person durch Müdigkeit, Smartphones oder Ähnliches.