In Deutschland sind etwa 22 Millionen Menschen Mitglied beim ADAC, dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club. Damit handelt es sich um den größten seiner Art in ganz Europa. Seit sechs Jahren sind die Preise für eine Mitgliedschaft stabil. Das könnte sich allerdings schon bald ändern. Denn wie „Business Insider“ (Artikel hinter Paywall) und „Welt“ mit Verweis auf interne Dokumente berichten, ist eine Preiserhöhung geplant.
Den Unterlagen zufolge sollen die Anpassungen bei der Jahreshauptversammlung des ADAC am 23. Mai beschlossen werden und dann ab dem Jahr 2027 greifen. Die Preiserhöhung könnte saftig ausfallen und je nach Tarif zwischen 18 und sogar 25 Prozent liegen. Das würde teilweise deutlich über den bisherigen Preisanpassungen liegen. Zuletzt wurden die Preise 2020 erhöht, damals um etwa 10 Prozent.

So sollen die Preise des ADAC künftig aussehen
Am deutlichsten könnte die Preiserhöhung beim teuersten Paket, der Premium-Mitgliedschaft, ausfallen. „Business Insider“ zufolge soll der Preis ab 2027 bei 174 Euro liegen, was eine Verteuerung von 25,2 Prozent bedeuten würde. Aber auch bei den günstigeren Tarifen soll sich einiges tun. Die Plus-Mitgliedschaft könnte dann 114 Euro kosten und die Basis-Mitgliedschaft 64 Euro. Das wäre umgerechnet ein Preisanstieg von 21,3 und 18,5 Prozent. Diese Preise könnten ab 2027 beim ADAC gelten:
- Basis-Mitgliedschaft: 64 Euro (bisher 54 Euro)
- Plus-Mitgliedschaft: 114 Euro (bisher 94 Euro)
- Premium-Mitgliedschaft: 174 Euro (bisher 139 Euro)
Die Preise beziehen sich jeweils auf eine Jahresmitgliedschaft; monatliche Tarife gibt es beim ADAC nicht.
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Steigende Kosten sollen Grund für die Erhöhung sein
Eine Mitgliedschaft beim ADAC bietet grundsätzlich eine Menge Vorteile. So ist etwa der Pannen- und Unfalldienst inklusive. Je nach gebuchtem Paket kümmert sich der Club zudem auch um einen Fahrzeug- oder Krankenrücktransport, stellt Ersatzfahrzeuge zur Verfügung oder übernimmt die Übernachtungskosten im Fall eines Unwetters. Allerdings müssen sich angesichts der wohl anstehenden Preiserhöhung möglicherweise einige Kundinnen und Kunden fragen, was ihnen der Service wirklich wert ist.
Offiziell bestätigt wurden die Informationen vom ADAC bisher nicht. Allerdings teilte der Club auf Anfrage mit: „Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten muss auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken, um Leistungen für Mitglieder in dieser hohen Zahl und mit der gewohnten hohen Qualität zu erbringen.“ Die seit Jahren steigenden Energie- und vor allem auch die Personalkosten dürften dem Anbieter genauso zu schaffen machen wie auch vielen anderen Unternehmen. Zudem steigen auch die Preise für Werkstatteinsätze und Ersatzteile stetig.
Auf solche Entwicklungen mit einer Preiserhöhung zu reagieren, ist grundlegend nichts Ungewöhnliches. Ob diese allerdings wirklich so hoch ausfällt, wie es in den internen Dokumenten steht, muss sich zeigen.

