Momentan zahlen Millionen Haushalte monatlich 18,36 Euro Rundfunkbeitrag. Die ehemalige GEZ-Gebühr ist jetzt schon vielen Verbrauchern und auch Politikern ein Dorn im Auge. Immer wieder kommt es zu Diskussionen, denn erst kürzlich wurde am Inhalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gezweifelt, was an der Einbindung eines KI-Videos im „heute journal“ lag.
Tatsächlich könnte die Debatte aber bald noch mehr angeheizt werden, denn die Rundfunkgebühr soll steigen – zumindest, wenn es nach der Meinung von Experten geht. Der neueste Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten offenbart die Empfehlung für eine Anhebung der GEZ-Gebühr ab 2027.

Mehr GEZ zahlen? Ab 2027 könnte das Realität werden
Die Experten empfehlen, dass der Betrag im kommenden Jahr auf 18,64 Euro im Monat steigen soll. Es würde sich demnach um ein Plus von 28 Cent handeln. Die KEF hatte bereits im Jahr 2024 angedacht, dass die Gebühr im vergangenen Jahr auf 18,94 Euro angehoben werden sollte. Daraus wurde aber nichts, denn gleich mehrere Bundesländer wehrten sich gegen diesen Vorschlag. Am Ende sind es nämlich die Länder, die entscheiden, wieviel Geld Millionen Haushalte tatsächlich bezahlen müssen.
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Zu den aktuellen Empfehlungen gab die KEF ein Statement ab. Die Prognosen würden demnach „den gesetzlichen Vorgaben“ entsprechen und „Transparenz sowie Vergleichbarkeit durch eine unveränderte Methodik“ sichern. „Anderslautende presseöffentliche Kommentierungen sind nicht durch Fakten belegt“, heißt es weiter. Momentan ist jedoch unklar, ob sich die Empfehlung diesmal tatsächlich durchsetzen kann. Deshalb gilt vorerst auch weiterhin der bestehende Beitragssatz. Es gibt aber in bestimmten Situationen die Möglichkeit, sich von der GEZ-Gebühr befreien zu lassen.
