Der TV-Sender ZDF sorgte kürzlich mit einem Beitrag im „heute journal“ für Diskussionen. In dem Bericht über Festnahmen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE wurde ein KI-Video gezeigt. Die Zuschauer wussten jedoch nicht, dass es sich nicht um echte Bilder handelte.
Deshalb hat das ZDF nun Konsequenzen gezogen. Das mit künstlicher Intelligenz generierte Video wurde am 15. Februar veröffentlicht. Zu sehen war eine Frau, die von ICE-Beamten abgeführt wurde. Dabei klammerte sich ein Kind an sie. Der TV-Sender gab ein Statement ab und erläuterte, dass das KI-Video nicht hätte gesendet werden dürfen. Das Vorgehen widerspricht den eigenen Richtlinien des Senders.

ZDF zeigte KI-Video: Auch Dunja Hayali entschuldigt sich
Anschließend wurde eine zweite Szene gezeigt, die zwar real gewesen ist, jedoch auf ihren Ursprung hätte überprüft werden müssen und aus dem Jahr 2022 stammte. Auch das ist nicht geschehen. Deshalb wurde die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht abberufen. „Der Schaden, der durch die Missachtung journalistischer Regeln entstanden ist, ist groß. Es geht im Kern um die Glaubwürdigkeit unserer Berichterstattung“, erklärte die ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten. Zudem sollen neue Richtlinien angefertigt werden, damit es in Zukunft nicht erneut zu einem solchen Vorfall kommen kann.
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„Wir erarbeiten zurzeit einen Maßnahmenkatalog, um mit aller Konsequenz sicherzustellen, dass die hohen journalistischen Standards, denen wir verpflichtet sind, jederzeit und uneingeschränkt eingehalten werden“, heißt es weiter. Für den aktuellen Vorfall ist Nicola Albrecht verantwortlich, da sie den Beitrag erstellt und überarbeitet hatte. Sie fügte die besagten Videos in den Beitrag ein. Moderiert wurde das „heute journal“ am 15. Februar von Dunja Hayali. Auch sie entschuldigte sich bei den Zuschauern für den Beitrag und erklärte ebenfalls, er stamme vom Team aus New York. Das ZDF stellt sich der aktuellen Kritik und verspricht, in Zukunft wieder allen Standards gerecht zu werden.
