Durch Zecken übertragen: Ärzte warnen vor FSME – „Breitet sich aus“

Einst galten nur bestimmte Regionen als Risikogebiete für FSME. Heute warnen Experten: Das Virus ist längst in mehreren Teilen Deutschlands angekommen. Wie man sich schützt.
Durch Zecken übertragen: Ärzte warnen vor FSME – „Breitet sich aus“
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In Deutschland wird nicht nur vor Mücken gewarnt, auch Zecken können beim Schwimmen, Picknicken oder bei einem Spaziergang durch den Wald gefährlich werden. Die Insekten und Spinnentiere können schlimmstenfalls gefährliche Krankheitserreger übertragen. Auch wenn nicht alle Tiere diese Erreger in sich tragen, ist Vorsicht geboten.

Erst kürzlich warnten Mediziner erneut vor FSME. Die durch Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis breitet sich in Deutschland immer stärker aus. Zuletzt wurde sie insbesondere im Süden registriert, doch die Entwicklungen fordern zur Wachsamkeit auf. „Das Virus ist längst in Niedersachsen angekommen“, erklärte Masyar Monazahian, Virologe des Landesgesundheitsamts.

Schild mit Warnung vor Zecken
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FSME durch Zecken: So gefährlich ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis

„Wir sehen seit Jahren, dass FSME sich immer weiter in Richtung Norden verbreitet“, heißt es weiter. Mehrfach wurden Erkrankungen nachgewiesen, bei denen die Erreger direkt vor Ort übertragen wurden. „Entscheidend ist: Wir haben sogenannte autochthone Fälle – also Menschen, die sich nachweislich hier infiziert haben und nicht im Urlaub oder in anderen Risikogebieten“, erklärt der Experte. Die Symptome reichen von einer ersten Phase mit grippeähnlichen Beschwerden wie Kopf-, Gliederschmerzen und Fieber, bis hin zu einer zweiten Phase, die das Nervensystem betrifft. Es kann zu einer Entzündung der Hirnhaut oder des Gehirnes kommen. In schweren Fällen fallen die Betroffenen ins Koma.

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Die Zecke überträgt das FSME-Virus durch ihren Speichel. Ärzte können lediglich die Symptome behandeln, da die Krankheit durch Medikamente nicht heilbar ist. Besonders gefährdet sind geschwächte Personen ab dem 40. Lebensjahr sowie Senioren. Männer erkranken statistisch häufiger schwer an FSME. Der Schutz vor Zecken ist demnach besonders wichtig. Außerdem gibt es eine Impfung gegen das Virus. Im vergangenen Jahr wurden dem RKI 705 Infektionsfälle gemeldet. Ein Jahr zuvor kam es zu drei Todesfällen. Zwar tragen nur 0,1 bis 5 Prozent der Zecken das Virus in sich, dennoch sollte man Antizeckensprays nutzen, enganliegende Kleidung tragen, sich nicht ins Gras setzen und den Körper nach dem Aufenthalt im Freien absuchen.

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