Menschen, die an Krebs erkrankt sind, müssen sich häufig Therapien unterziehen, die mit schweren Nebenwirkungen einhergehen. Dabei kommt es auch zu Auswirkungen auf die Haut. Schlimmstenfalls entsteht ein toxisches Exanthem oder eine Radiodermatitis. Forscher haben im Rahmen einer Studie nun aber herausgefunden, wie sich diese Symptome lindern lassen.
Eine entscheidende Rolle soll Vitamin D spielen. Das Nahrungsergänzungsmittel soll die Hautschäden lindern können, wenn es in einer entsprechenden Dosierung eingenommen wird. Patienten, die von Hautschäden betroffen sind, leiden beispielsweise unter Juckreiz, Rötungen, Schmerzen und Empfindungsstörungen. Ein nichtallergisches Exanthem zeigt sich zumeist binnen weniger Tage bis drei Wochen nach Therapiebeginn und tritt besonders häufig unter der Einnahme von Anthracyclinen, Taxanen, Pyrimidinanaloga und Methotrexat auf.

Vitamin D während der Krebstherapie: So können die Kapseln Betroffenen helfen
Doch auch die Radiodermatitis kann für Patienten sehr belastend sein. Durch die Strahlentherapie entwickeln Betroffene ein sogenanntes Erythem, was wiederum mit Juckreiz, Brennen und Überwärmung einhergehen kann. Doch auch in diesem Fall soll Vitamin D helfen können. Mihir K. Patil von der University of Illinois at Urbana-Champaign fand gemeinsam mit seinem Team heraus, dass eine einmalige hohe Dosis des Vitamins eine entzündungshemmende Wirkung auf die Haut haben kann. Allerdings wirkte das Ergänzungsmittel lediglich unterstützend.
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Dennoch konnte beobachtet werden, wie sich Rötungen und Ödeme schneller wieder zurückbildeten. Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse kürzlich im Fachjournal „JAMA Dermatology“. Untersucht wurde die Reaktion von 33 Patienten, die 100.000 internationale Einheiten Vitamin D erhielten. Entweder in einer Einzeldosis oder jeweils 50.000 IE. Bei 26 Patienten kam es zu einer Besserung der Symptome. Es wurden keine Nebenwirkungen dokumentiert. Allerdings darf Vitamin D nur unter ärztlicher Aufsicht und nach Verordnung in einer so hohen Dosis eingenommen werden. Die Ergebnisse sind bereits vielversprechend. Zunächst sollen weitere Studien folgen, bevor man die Kapseln oder Tabletten in diesem Rahmen anwenden kann.

