Millionen Menschen fragen sich immer wieder, was passiert, wenn man stirbt. Ob es wohl eine Existenz nach dem Tod gibt oder ob das große Nichts folgt. Forscher versuchen deshalb genauer zu verstehen, von welchen Details Personen berichten, die eine Nahtoderfahrung gemacht haben.
Eine Studie zeigt, welche Visionen am häufigsten vorkommen. Die Forscher verglichen die Erzählungen von insgesamt 48 Menschen. „Gott erschien als großes Licht in der Ferne“, berichtet ein Betroffener. Andere sagen, sie hätten eine große Treppe gesehen, ein schwarzes Loch oder eine „kosmische Matrix“ entdeckt. Auch religiöse Visionen spielen eine zentrale Rolle.

Nahtoderfahrungen bringen wichtige Erkenntnisse: Von diesen Visionen berichten Betroffene
Beispielsweise sprechen Betroffene über einen Engel mit „wunderschönen weißen Flügeln, deren Federn unglaublich detailliert und übereinandergeschichtet waren“. Dr. France Lerner vom Beijing Institute of Mathematical Sciences and Applications erklärte, dass kulturelle Überzeugungen eine wichtige Rolle dabei spielen, wie jemand eine Nahtoderfahrung erlebt. Doch es gab auch Gemeinsamkeiten. Die Forscher unterteilten die häufigsten Visionen in verschiedene Formen. Dazu zählen A, B, C, und C5-Formen.
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Bei der A-Form geht es um eine enge und tunnelartige Sicht, die mit einer verminderten Durchblutung des Gehirns in Verbindung gebracht wird. Bei den B- und C-Formen treten elliptische und bogenförmige Räume auf, was mit dem Verlust des halben Gesichtsfeldes zusammenhängen soll. C5-Formen gelten als die komplexesten von allen. Es handelt sich um Visionen, die in einer 360-Grad-„ellipsoiden Hülle” stattfinden. Oft beginnen Betroffene bei einer Nahtoderfahrung mit der A-Form und enden bei der C5-Form. Die Forscher gehen davon aus, dass die Visionen zeigen, wie das Gehirn noch einmal versucht, die letzten Eindrücke zu verarbeiten. Doch ganz sicher weiß bisher niemand, was wirklich während des Sterbens passiert.
