Studie deckt auf: Dieses Wort wird im Schlaf am häufigsten gesagt

Während manche eher murmeln, sprechen andere im Schlaf ganze Worte. Eines kommt dabei einer Studie zufolge am häufigsten vor.
Studie deckt auf: Dieses Wort wird im Schlaf am häufigsten gesagt
iStock / Adene Sanchez

Sowohl erwachsene Personen als auch Kinder sprechen teilweise im Schlaf, die einen mehr, die anderen weniger. Der Fachbegriff dafür lautet Somniloquie; Studien zufolge sind etwa zwei Drittel aller Personen zumindest einmal im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Damit gehört das Sprechen im Schlaf zu den häufigsten Parasomnien, unerwünschten Verhaltensweisen in der Nachtruhe, wie etwa die AOK erklärt.

Grundsätzlich kann das Phänomen in jeder Schlafphase auftreten. Es wurde allerdings ein Unterschied zwischen der REM-Phase und den Non-REM-Phasen festgestellt. REM steht für „rapid eye movement“, also die Phase, in der sich die Augen besonders stark unter den Lidern bewegen, weil Personen dann besonders intensiv träumen.

Frau schläft in Bett mit Bettwäsche voller Buchstaben
iStock / ljubaphoto

Forschung beschäftigt sich selten mit Somniloquie

Studien haben herausgefunden, dass das unbewusste Sprechen in der REM-Phase deutlich ausgeprägter vorkommt als in den Non-REM-Phasen. Außerdem sprechen Betroffene in der REM-Phase besonders deutlich, teilweise sogar ganze Sätze. Ein Wort ist einer französischen Studie der Sleep Research Society zufolge allerdings deutlich häufiger gefallen als alle anderen. Die Studie hat dafür Schlafvideos von 232 erwachsenen Personen analysiert und so festgestellt, dass etwa 59 Prozent der aufgezeichneten Sprechepisoden aus unverständlichen Ausdrücken und Murmeln bestanden haben. Teilweise ist auch von Rufen, Flüstern und Lachen die Rede.

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Deutlich seltener, aber immer noch in mehreren Fällen, kam es zu konkreten Wortbildungen und teilweise grammatikalisch korrekten Sätzen. Dabei fiel den Forscherinnen und Forschern auf, dass das Wort „Nein“ deutlich überrepräsentiert war. Neben dem exakten Wort kamen zudem auch andere Formen der Verneinung häufiger vor. Gleiches galt für Beleidigungen oder andere Fragmente konfliktbeladener Gespräche. Doch woran liegt das und ist Sprechen im Schlaf ein Hinweis auf ein tieferliegendes Problem?

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Frau zieht Kissen über den Kopf, weil Mann neben ihr im Schlaf spricht
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Warum wir im Schlaf sprechen

Die zweite Frage kann man klar mit „Jein“ beantworten. Sprechen im Schlaf kann ein Hinweis auf Schlafstörungen sein, muss es aber nicht. Besondere Formen der Somniloquie wie die REM-Verhaltensstörung, bei der das Sprechen mit starken Bewegungen verknüpft ist, treten zudem überwiegend bei älteren Menschen oder Personen mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson auf.

In den meisten Fällen ist Somniloquie aber völlig harmlos. Die möglichen Ursachen für das Verhalten sind vielfältig. Zum einen gibt es der KKH zufolge eine genetische Grundlage dafür; in einigen Familien kommt es also häufiger vor als in anderen. Aber auch akute Erkrankungen können eine Rolle spielen, genauso wie Stress und psychische Belastungen.

Das ist wohl auch der Grund dafür, dass viele im Schlaf vor allem das Wort „Nein“ sagen. Zudem verarbeitet das menschliche Gehirn bei der Nachtruhe Dinge, die es beschäftigen; das könnte ein weiterer Grund sein. Übrigens hat die Studie aus Frankreich auch gezeigt, dass Männer häufiger im Schlaf gesprochen und dabei auch mehr geflucht haben.