Schreibt da ein Psychopath? Unauffällige Angewohnheit beim Texten ist ein wichtiger Hinweis

Eine Expertin hat verraten, auf welche Kleinigkeiten man achten muss, um einen Psychopathen schon an seiner schriftlichen Kommunikation zu erkennen.
Schreibt da ein Psychopath? Unauffällige Angewohnheit beim Texten ist ein wichtiger Hinweis
iStock / kuppa_rock

Obwohl sie charmant, einnehmend und eloquent sein können, wenn sie wollen, sind Psychopathen auch für ihre Skrupellosigkeit bekannt. Diese Mischung sorgt wohl dafür, dass bei vielen eine besondere Faszination für diese schwere Form der antisozialen beziehungsweise dissozialen Persönlichkeitsstörung (APS) besteht. Das Krankheitsbild zeichnet sich vor allem durch das Fehlen von Empathie und Mitgefühl aus – ein Persönlichkeitsmerkmal, das auch einige der bekanntesten Serienmörder der Geschichte eint.

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So wurden etwa bei Ted Bundy Psychopathie diagnostiziert. Und auch weitere bekannte Mörder wie Jeffrey Dahmer, Charles Manson, John Wayne Gacy oder Issei Sagawa weisen mindestens wesentliche Merkmale einer schweren APS auf. Natürlich ist nicht jeder Mörder ein Psychopath und auch nicht alle Psychopathen werden zu Mördern. Dennoch würden es viele gerne wissen, wenn sie es mit einem Psychopathen zu tun haben. Psychologin Charlotte Entwistle von der Universität Liverpool verrät einige Details, auf die man achten kann und die sich vor allem in der schriftlichen Kommunikation zeigen sollen.

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Psychopath an Textnachrichten erkennen: Jemand schriebt eine Nachricht in seinem Handy
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Psychopathen können sich beim Schreiben mit einigen Details verraten

Beim Sprechen verraten Menschen bekanntlich viel über sich selbst. Zwar gibt es auch Personen, die sich geschickt verstellen können. Wenn man weiß, worauf man achten muss, dann können aber Mimik, Gestik und auch die Wortwahl einige Rückschlüsse zulassen. Letzteres gilt dann eben auch für Textnachrichten, wie Entwistle in einem Artikel bei „The Conversation“ erklärt. „Die Worte, die Menschen wählen, offenbaren unbewusst tiefere Muster in ihrem Denken, Fühlen und ihren Beziehungen zu anderen“, schreibt die Expertin.

So habe beispielsweise eine Analyse der Briefe des österreichischen Serienmörders Jack Unterweger, der als Inbegriff des bösartigen Narzissmus gilt, gezeigt, dass dieser überproportional häufig Worte wie „ich“ und „mich“ nutzte. Personen, die häufig unter Stress stehen, tendieren bereits dazu, häufiger selbstbezogene Formulierungen oder Wörter zu nutzen, die eher mit negativen Emotionen verbunden sind. Bei Menschen mit „dunkleren Persönlichkeitsmerkmalen“, wie Entwistle es nennt und mit Bezug auf ihre Einleitung offenbar auch Psychopathen meint, zeige sich das noch gesteigert. So sollte man auf „feindseligere, negativere und distanziertere Sprache“ achten, auch wenn es noch so unterschwellig sei.

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Auch Schimpfwörter oder zornig konnotierte Worte wie „Hass“ oder „wütend“ würden häufiger vorkommen. Gleichzeitig sollte man auch darauf achten, welche Worte auffallend selten verwendet werden, gerade bei sozial verbundenen Begriffen wie „wir“. Der Experten zufolge würden solche Sprachmuster in der Regel unbewusst entstehen; deshalb seien sie ja so aufschlussreich.