Betroffene verrät: An diesen unscheinbaren Details kann man Soziopathen erkennen

Ob jemand ein Soziopath ist, soll man an kleinen Details bemerken können. So berichtet unter anderem eine Person mit antisozialer Persönlichkeitsstörung von subtilen Hinweisen.
Betroffene verrät: An diesen unscheinbaren Details kann man Soziopathen erkennen
Instagram / @kanikabatra

Soziopathie (...), Bez. für eine Störung des Sozialverhaltens, bei der die betroffenen Personen nicht oder nur in sehr eingeschränktem Maße fähig sind, sich in andere Personen hinein zu versetzen und deren geistige Prozesse nachzuvollziehen (...), empathisch zu sein (...), Verantwortung zu übernehmen, längerfristige und tragfähige Beziehungen aufrechtzuerhalten, Frustrationen zu ertragen und Schuld oder fremdes Leid angemessen zu erkennen und einzuordnen.“ So lautet die Definitionen für Soziopathie im Dorsch Lexikon der Psychologie. Das kann sich in der Ablehnung sozialer Normen, aber auch durch aggressives Verhalten zeigen.

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Damit gehört die Soziopathie zu den dissozialen beziehungsweise antisozialen Persönlichkeitsstörungen, wie übrigens auch Psychopathie. Beide Formen werden unter anderem überproportional häufig bei Serienmörderinnen und -mördern diagnostiziert, wobei das eine natürlich nicht zwangsläufig zum anderen führen muss. Eine Gemeinsamkeit besteht allerdings in fehlender Empathie. Davon berichtet auch Kanika Batra, bei der laut eigener Angaben im Alter von 21 Jahren Soziopathie diagnostiziert wurde.

Soziopathin Kanika Batra über die ASP
YouTube / @LADbible Stories

Soziopathie macht sich meistens schon im Kindesalter bemerkbar

Die inzwischen 30-jährige Australierin ist unter anderem als Model und Finalistin der bekannten Schönheitswettbewerbe Miss Universe und Miss World bekannt. Auf Social Media spricht sie zudem offen darüber, eine Soziopathin zu sein. Im Interview mit „LADbible“ gewährt sie umfangreiche Einblicke in die Details der Persönlichkeitsstörung. Dabei zieht sie eine klare Grenze zu Menschen, die sich fragen, ob sie eine entsprechende Störung haben, weil sie „schlimme Dinge getan“ hätten. „Die Antwort lautet: Nein. Die meisten von ihnen empfinden immer noch Empathie, Schuld und Reue. Und sie haben das, was man gerne Gewissen nennt. Wir haben das nicht“, erklärt Batra.

Mit „wir“ meint sie offenbar Personen mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung. Wer sich nun fragt, ob er selbst oder jemand im eigenen Umfeld ein Soziopath ist, der kann der Australierin zufolge auf einige Details achten. So erklärt sie, dass unter anderem die Augen einen wichtigen Hinweis liefern könnten. „Meine Augen sind ziemlich seelenlos“, erklärt sie. „Wenn du mich wütend siehst, wirst du sehen, wie meine Augen seelenlos werden.“ In diesem Zusammenhang habe sie zudem festgestellt, dass sie weniger blinzeln würde als andere Leute. Ihre Beschreibung erinnert ein wenig an das „psychopathische Starren“.

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Das habe ihr Umfeld teilweise verunsichert, weshalb sie gezielt daran gearbeitet habe, öfter zu blinzeln. Deshalb seien Soziopathen Batra zufolge auch besonders gut in Blickduellen. Das liege daran, dass Personen mit einer entsprechenden Persönlichkeitsstörung andere Stressreaktionen zeigen würden. Darauf aufbauend könne auch extreme Ruhe in stressigen Situationen ein Hinweis sein. Dabei beschreibt sie etwa eine Situation, in der man auch angesichts eines Beinahe-Unfalls komplett ruhig bleibt.