Immer wieder stehen Ozempic-Spritzen im Mittelpunkt der Diskussion. Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament, das primär eingesetzt wird, um Patienten zu behandeln, die unter Diabetes-Typ-2 leiden. Der Wirkstoff Semaglutid soll den Blutzuckerspiegel senken und den Appetit zügeln.
Mittlerweile wird das Mittel aber auch als „Abnehmspritze“ genutzt. Denn die Anwendung verringert nachgewiesenermaßen das Körpergewicht. Das Mittel wird deshalb auch häufig Patienten verschrieben, die einen BMI von über 30 aufweisen. Allerdings handelt es sich um ein „Off-Label-Use“, denn offiziell ist es nur zur Behandlung von Diabetes-Typ-2 zugelassen. Mittlerweile gibt es immer mehr Betroffene, die von unerwünschten Nebenwirkungen berichten. Dazu zählen beispielsweise ungewollte Schwangerschaften oder starker Haarausfall.

Immer mehr Patienten betroffen: Das steckt hinter dem "Ozempic-Hals"
Nun ist ein weiterer unangenehmer Nebeneffekt bekannt geworden. Es handelt sich um den sogenannten „Ozempic-Hals“. Denn die Patienten nehmen plötzlich insbesondere am Hals ab und kämpfen anschließend mit schlaffer und überschüssiger Haut. Natürlich ist eine deutliche Gewichtsreduktion auch immer mit einer Veränderung der Haut verbunden, doch die Probleme treten bei Betroffenen speziell am Hals und im Nacken auf. Dr. Enna Goulding betonte, dass die Haut am Hals „viel dünner ist, weniger Talg produziert sowie weniger Stützgewebe“ aufweist. Deshalb sind die Auswirkungen hier besonders offensichtlich.
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„Wenn man schnell Fett verliert, insbesondere ab der Lebensmitte, kann sich die Haut oft nicht so gut regenerieren. Der ‚Ozempic-Hals‘ ist im Grunde die Reaktion der Haut auf schnellen Gewichtsverlust in Kombination mit dem Alter, was zu einer verminderten Elastizität führt“, heißt es weiter. Deshalb rät die Ärztin dazu, die Kollagenproduktion mit der richtigen Hautpflege anzuregen. So lässt sich das Hautbild deutlich verbessern. Auch Produkte mit Hyaluronsäure können hilfreich sein. "Der Hals zählt zu den am schwierigsten zu behandelnden Bereichen, da die Haut dort so empfindlich und anfällig für Erschlaffung ist", sagt auch Dr. Victoria Manning. Die Mediziner raten deshalb dazu, lieber langsam abzunehmen, um den unschönen Effekt zu verringern.
