Arzt warnt: Häufiges Krebssymptom wird gerade im Sommer oft übersehen

Krebserkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen und sind oft vor allem dann gefährlich, wenn sie zu spät entdeckt werden. Ein Experte warnt vor allem mit Blick auf den Sommer vor einem bestimmten Symptom.
Arzt warnt: Häufiges Krebssymptom wird gerade im Sommer oft übersehen
iStock / Nemes Laszlo

Der Sommer ist in vollem Gange und mit ihm teils extrem hohe Temperaturen. Laut Wetterexpertinnen und Experten könnte in den kommenden Tagen sogar die 40-Grad-Marke erreicht werden; in mehreren europäischen Ländern ist das bereits der Fall. Während sich vermutlich viele auf ein paar sonnige Tage freuen, wird das Schlafen im Sommer hingegen oft zum Problem.

Hohe Temperaturen gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit führen zu Überhitzung und Schlafproblemen, da sich der Körper im Schlaf nicht ausreichend regenerieren kann. Dabei kann man schnell ein Symptom übersehen, das auch typisch für mehrere Krebserkrankungen ist: Nachtschweiß.

Extremer Nachtschweiß kann ein Hinweis auf Krebserkrankung sein

Davor warnt auch der Experte Dr. Suhail Hussain. Dem Arzt zufolge ist häufiger Nachtschweiß ein Hinweis auf Leukämie, auch Blutkrebs genannt. Wiederholtes starkes Schwitzen in der Nacht kann aber auch Symptom für ein malignes Lymphom, umgangssprachlich Lymphdrüsenkrebs sein, bei dem zudem einer oder mehrere Lymphknoten tastbar angeschwollen sind.

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Während es sich bei Leukämie also in erster Linie um eine Krebserkrankung des Knochenmarks handelt, betrifft ein Lymphom das ganze Lymphsystem. Im „Express“ erklärt Dr. Hussain: „Nachtschweiß ist ein weit verbreitetes Phänomen und tritt in heißen, schwülen Nächten viel häufiger auf. Doch anhaltendes oder unerklärliches Schwitzen im Schlaf sollte nicht ignoriert werden – insbesondere nicht, wenn es zusammen mit anderen Symptomen wie Gewichtsverlust oder Müdigkeit auftritt.“

Frau liegt mit Nachtschweiß im Bett
iStock / Highwaystarz-Photography

Betroffene berichtet von übersehenen Symptomen

Wie aufmerksam man diesbezüglich sein sollte, zeigen auch Berichte von Betroffenen. So erzählt etwa die junge Marlene K. auf TikTok von ihrem Leben mit Lymphdrüsenkrebs. Dabei verweist sie auch darauf, dass sie ein Jahr lang wesentliche Symptome ignoriert hatte, zu denen auch Nachtschweiß gehörte. Sie berichtet, dass sie ohne erkennbaren Grund nachts ständig aufgewacht und dabei schweißgebadet gewesen sei.

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Zudem habe sie plötzlich ebenfalls grundlos Gewicht verloren und ein schmerzhaftes Druckgefühl in der Brust verspürt und es sei wiederholt zu unangenehmem Juckreiz und Hautirritationen gekommen. Erst aufgrund eines hartnäckigen Hustens sei sie dann aber tatsächlich zum Arzt gegangen, der dann die Krebsdiagnose stellte.

Nachtschweiß kann mehrere ernstzunehmende Ursachen haben

Da viele gerade im Sommer Nachtschweiß nicht ernst nehmen, warnt Dr. Hussain ausdrücklich davor, solche Symptome – gerade in Kombination – einfach mit dem heißen Wetter abzutun. Denn außer auf Krebs kann Nachtschweiß auch ein Hinweis auf andere Erkrankungen wie eine schwere Infektion sein. Mitunter äußern sich so bei Frauen auch die Wechseljahre.

Der Arzt rät, dass man bei regelmäßigen extremen Nachtschweißausbrüchen sicherheitshalber die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen sollte. Auch andere Quellen warnen jetzt mit Blick auf den Sommer vor der Gefahr, entsprechende Symptome zu übersehen.