Sehen aus wie Mitesser: Dermatologin warnt davor, die schwarzen Punkte auf der Nase auszudrücken

Die meisten Menschen haben irgendwann in ihrem Leben Unreinheiten namens Mitesser auf der Nase. Eine Dermatologin warnt davor, diese einfach auszudrücken. Das kann mitunter schwere Folgen haben – vor allem, wenn es gar keine Mitesser sind.
Sehen aus wie Mitesser: Dermatologin warnt davor,  die schwarzen Punkte auf der Nase auszudrücken
iStock / Marina Demeshko
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Die Haut ist das größte Organ des Menschen, da sie den kompletten Körper umgibt. Darüber hinaus übernimmt sie zahlreiche wichtige Funktionen. So schützt sie den Körper vor zahlreichen äußeren Einflüssen, während sie die Temperatur stabil hält. Dafür muss sie aber etwa über ihre Poren auch eine gewisse Durchlässigkeit haben. Diese kann allerdings zum Verhängnis werden, etwa in Form von Hautunreinheiten. Gerade in der Pubertät, aber teilweise auch darüber hinaus leiden Menschen entsprechend unter Mitessern und Pickeln.

Diese entstehen durch überschüssigen Talk, der sich in den Poren der Hat festsetzt und diese verstopft. Äußerlich sieht man das dann durch kleine Erhebungen, meist an Nase, Kinn und Stirn. Offene Mitesser verfärben sich bei Sauerstoffkontakt schwarz und werden deshalb auch „Blackheads“ genannt. So kommen die typischen kleinen schwarzen Flecken zustande, die man vor allem auf der Nase gut sehen kann. Geschlossene Mitesser sind als kleine, rötliche Erhebungen zu sehen, in deren Mitte der weißliche Talg sitzt. Dringen Bakterien in den Mitesser ein, führt das in der Regel zur Entzündung – das nennt man dann Pickel.

Für viele ist es Normalität, Mitesser und Pickel einfach auszudrücken. Davon raten Expertinnen und Experten allerdings ab. Im schlimmsten Fall wird die Haut dabei nämlich so beschädigt, dass eine Narbe zurückbleibt. Zudem kann man dadurch den Talg auch unabsichtlich weiter ins Gewebe drücken, was die Entzündung noch verschlimmert. Teilweise handelt es sich aber auch gar nicht um Mitesser, sondern um sogenannte Talgdrüsenfäden beziehungsweise Talgdrüsenfilamente.

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Junge Frau drückt Mitesser auf der Nase aus
iStock / Marina Demeshko

Mitesser und Talgdrüsenfäden sollte man am besten durch Hautreinigung, Schutz und Ernährung bekämpfen

Den Unterschied zwischen den als „Blackheads“ bezeichneten Mitessern und Talgdrüsenfäden erklärt auch eine Dermatologin auf dem YouTube-Kanal „The Daily Derm“, bei dem es sich um eine Zusammenarbeit mit der Hautpflegemarke CeraVe handelt. Talgdrüsenfäden sind nämlich eine natürliche Funktion der Haut, um Öl und Talg an die Hautoberfläche zu transportieren. Sie sind also wichtig für die Hautfeuchtigkeit, in der Regel aber nicht sichtbar. Umweltfaktoren wie raue Wetterbedingungen oder Feuchtigkeit können jedoch dazu führen, dass die Ölproduktion steigt, was die Fäden dann deutlicher zutage treten lässt. Auch genetische Faktoren sowie die Ernährung spielen bei der Sichtbarkeit eine Rolle.

Da sie Teil der Hautstruktur sind, macht es keinen Sinn, die Talgdrüsenfäden auszudrücken. Sie kommen einfach wieder und werden dadurch teilweise nur noch sichtbarer. Statt sie auszudrücken, sollte man deshalb, wie im Übrigen auch Mitessern, lieber auf eine gezielte Gesichtsreinigung setzen. Dabei können sowohl regelmäßige Peelings als auch sanfte Reinigungsmittel helfen. Man sollte dafür allerdings darauf achten, auf ölige Produkte zu verzichten.

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Genügend Wasser, eine ausgewogene Ernährung und Schutz vor extremen Einflüssen wie starker Sonne oder Feuchtigkeit können vor allem langfristig helfen. In der Regel sind sowohl Mitesser als auch Talgdrüsenfäden harmlos. Ignoriert man sie allerdings komplett oder behandelt sie sogar falsch, zerstört man sein Hautbild noch weiter. Im schlimmsten Fall kann es zur Akne oder zu einer tiefer sitzenden Entzündung kommen.