Immer wieder versuchen Forscher herauszufinden, wieso manche Menschen eher an Krebs erkranken als andere. Auch die Wahrscheinlichkeit, an der Krankheit zu versterben, wurde genauer untersucht. Kürzlich haben Experten erklärt, dass zwei Angewohnheiten bei der Entstehung vermeidbarer Krebsarten eine zentrale Rolle spielen.
Statistiken der WHO zeigen, dass fast jeder dritte Fall durch Veränderungen des Lebensstils vermeidbar wäre. Natürlich gibt es auch Ursachen, auf die man keinerlei Einfluss hat, doch Mediziner möchten Patienten darauf aufmerksam machen, dass sie viel für die Erhaltung ihrer Gesundheit tun können.

Vermeidbare Krebsarten: Zwei Angewohnheiten können ausschlaggebend sein
Zu den vermeidbaren Krebsarten zählen beispielsweise Lungen-, Magen- und Gebärmutterhalskrebs. Deshalb steht natürlich das Rauchen im Mittelpunkt. Wer sein Leben lang auf den Tabakkonsum verzichtet, schont seine Lunge und minimiert das Risiko. „Die Bekämpfung dieser vermeidbaren Ursachen“ stellen laut der Studienautorin Dr. Isabelle Soerjomataram „eine der wirksamsten Möglichkeiten dar, die weltweite Krebsbelastung zu reduzieren“. Rauchen gilt als Hauptfaktor für die Entstehung von Krebs - insbesondere bei Männern. Auch der Alkoholkonsum kann ausschlaggebend für die Entwicklung der Erkrankung sein.
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Demnach sollte man nur selten zum Feierabendbier greifen und möglichst Nichtraucher bleiben. Der Alkoholkonsum ist den Studienergebnissen zufolge für vier Prozent aller Krebsfälle bei Männern verantwortlich. Um das Risiko für die Entstehung von Gebärmutterhals zu senken, steht wiederum eine Impfung gegen HPV zur Verfügung. Doch auch weiterhin gibt es Faktoren, die sich nicht vermeiden lassen. Dazu zählt beispielsweise die Luftverschmutzung. Deshalb fordern die Forscher nun eine neue Strategie.
„Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit kontextspezifischer Präventionsstrategien, die strenge Maßnahmen zur Tabakkontrolle, die Regulierung des Alkoholkonsums, Impfungen gegen krebsverursachende Infektionen wie humane Papillomviren (HPV) und Hepatitis B, verbesserte Luftqualität, sicherere Arbeitsplätze sowie ein gesünderes Ernährungs- und Bewegungsumfeld umfassen“, heißt es. Gleichzeitig zeigen die Untersuchungen, dass vielen Menschen ihr persönlicher Einfluss auf ihre eigene Gesundheit gar nicht bewusst ist.
