Grippe auf hohem Niveau: Ärzte beobachten immer stärkere Symptome

Auch in Deutschland breiten sich momentan Grippe, Corona und Co. aus. Der Trend zeigt allerdings, dass viele Infektionen deutlich stärker ausfallen als früher.
Grippe auf hohem Niveau: Ärzte beobachten immer stärkere Symptome
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Auch in Deutschland hat sich die Grippe ausgebreitet. Wie jedes Jahr steigen die Zahlen kurz nach den Weihnachtsfeiertagen an. Nach Karneval wird eine weitere Welle erwartet. Momentan wird insbesondere über die neue Variante Subklade K gesprochen, die sich speziell in Großbritannien festgesetzt hat.

Doch im Allgemeinen hat sich die Lage im Gegensatz zu früheren Jahren verändert. Eine Ärztin hat beobachtet, dass ihre Patienten unter stärkeren Symptomen leiden als früher. „Seit zwei, drei Jahren beobachten wir, dass die Infekte unserer Patienten länger anhalten, mit stärkeren Symptomen. Die Leute sind deutlich länger schlechter zurecht“, berichtet Caren Schweiger, Fachärztin für Allgemeinmedizin, gegenüber dem Westfälischen Anzeiger.

Grippe, Corona und Co: Ärztin beobachtet deutlich stärkere Symptome als früher

„Januar und Februar sind die intensivsten Monate“, erklärt die Medizinerin weiter. Doch nicht nur die Grippe fällt oft schlimmer aus als früher, auch Coronainfektionen und klassische Erkältungen dauern länger an. Ob man die Grippe hat, lässt sich leichter erkennen als eine Infektion mit Corona-, Rhino- oder Adenoviren. Denn eine echte Influenza beginnt plötzlich und geht mit hohem Fieber und starken Gliederschmerzen einher. „Selbst junge Leute können sich dann oft kaum bewegen und müssen sich zum Arzt quälen“, heißt es weiter.

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Doch in der Regel ist man auch nach einer Grippe bald wieder fit. Denn wer keine Vorerkrankungen hat, schlägt sich durchschnittlich eine Woche mit den schlimmsten Symptomen herum. Anschließend kann ein Husten bestehen bleiben, der sich oft erst nach drei Wochen verflüchtigt. Gefährdet sind hingegen Senioren, Vorerkrankte oder auch kleine Kinder. Deshalb gilt auch weiterhin: Wer die Hygienemaßnahmen einhält und bei Symptomen Abstand hält, schützt nicht nur sich, sondern auch andere.