Ständiges Frieren kann ein gesundheitliches Warnsignal sein

Wer besonders anfällig für Kältegefühle und Frieren ist, sollte unter Umständen die Ursachen dafür abklären lassen. Dahinter können nämlich ernstzunehmende gesundheitliche Probleme stecken.
Ständiges Frieren kann ein gesundheitliches Warnsignal sein
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Bei geringen Temperaturen im Winter ist ein leichtes Frösteln für viele eine regelmäßige Begleitung. Bis zu einem gewissen Grad ist das normal und Unterschiede sind etwa durch Muskelmasse und auch das Geschlecht zu erklären. So haben Frauen etwa dünnere Haut als Männer und es gibt auch noch einige weitere Gründe, warum manche Personen deutlich mehr frieren als andere. Wem jedoch ständig kalt ist, der sollte auch eine medizinische Ursache nicht ausschließen.

So können etwa ein niedriger Blutdruck oder Durchblutungsstörungen dahinterstecken, vor allem, wenn in erster Linie die Extremitäten von dem Kältegefühl betroffen sind. Diese Ursachen kann man mit Bewegung, ausreichender Flüssigkeitsaufnahme oder auch mit Wechselduschen bekämpfen. Wer außerdem permanent müde ist, leidet unter Umständen unter einem Vitamin-B12-Mangel. Ein erhöhtes Kälteempfinden kann aber auch ein Hinweis auf einen akuten Infekt oder eine Folge von Schlafmangel oder Stress sein. Es kann allerdings auch noch andere medizinische Ursachen für ständiges Frieren geben.

Frau sitzt frierend auf dem Sofa
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Übermäßiges Frieren kann ein Symptom für eine Mangelerscheinung oder sogar eine Krankheit sein

Gerade bei Frauen, die ohnehin im Schnitt kälteanfälliger sind als Männer, kann etwa Eisenmangel ein weiterer Faktor sein. Eisen ist nämlich wichtig für den Sauerstofftransport im Blut; bei einem Mangel wird das Gewebe also schlechter mit Sauerstoff versorgt. Neben dem Frieren treten dann weitere Symptome wie brüchige Nägel und Haare, Herzklopfen, Schwindel oder auch Kurzatmigkeit auf. Aber auch dauernde Müdigkeit oder eine rissige und aufgeraute Haut können ein Hinweis sein. Vor allem ein dauerhafter Eisenmangel kann zu Blutarmut führen und gefährlich werden und sollte deshalb unbedingt behandelt werden.

Ein weiterer Grund kann eine Schilddrüsenunterfunktion, auch Hypothyreose genannt, sein. Dabei wird der Stoffwechsel generell verlangsamt, was die natürliche Wärmeproduktion des Körpers reduziert. Weitere Symptome sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder auch Verstopfungen, wie das Deutsche Schilddrüsenzentrum erklärt. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann Herz-Kreislauf-Probleme verursachen und auch noch andere negative Folgen haben, weshalb man sie unbedingt ernst nehmen sollte.

Wer also ständig frieren muss und das durch Bewegung nicht beheben kann, sollte gegebenenfalls eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Das gilt vor allem, wenn man weitere Begleiterscheinungen bei sich beobachtet.