Vier Freundinnen besiegen gemeinsam ihren Brustkrebs

Vier Freundinnen bekommen fast zur selben Zeit eine Brustkrebsdiagnose. Gemeinsam stehen sie die Behandlung durch und sind nun alle ein gutes Jahr später wieder krebsfrei. Diese unwahrscheinliche Geschichte sorgt aktuell in der Türkei für Schlagzeilen.
Vier Freundinnen besiegen gemeinsam ihren Brustkrebs
iStock / Mohammed Haneefa Nizamudeen

Serpil Uslu, Rukiye Özkan, Ferahnaz Kırkçeşmeli und Şafak Kara arbeiten zusammen im staatlichen Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus in Kastamonu, allerdings in sehr verschiedenen Funktionen. So arbeitet beispielsweise eine als Krankenschwester und eine andere als Sekretärin. Neben ihrem Arbeitsort haben die vier Frauen allerdings noch eine Gemeinsamkeit: Sie haben alle Brustkrebs.

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Zudem haben alle vier ihre Diagnose ungefähr zur selben Zeit im Jahr 2025 im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung des Gesundheitsamtes der Provinz Kastamonu erhalten. Und zusammen haben sie sich auch der Therapie gestellt – mit Erfolg.

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Vier Freundinnen zusammen gegen den Brustkrebs

Wie zahlreiche türkische Medien übereinstimmend berichten, haben alle vier Frauen ihren Krebs inzwischen besiegt und sind aktuell krebsfrei. Dafür haben die Frauen eine monatelange Chemotherapie und andere intensive Behandlungsmethoden absolviert. In Interviews berichten Serpil Uslu, Rukiye Özkan, Ferahnaz Kırkçeşmeli und Şafak Kara, wie sie sich und ihre Familien dabei gegenseitig unterstützt haben.

So erzählt etwa Serpil Uslu: „Einer unserer größten Vorteile auf diesem Weg war, dass wir nicht allein waren. Wir haben uns gegenseitig unterstützt. Wir haben zusammen geweint, zusammen gelacht, und wir vier haben diesen Weg gemeinsam beschritten, indem wir uns finanziell und emotional gegenseitig unterstützt haben.“

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Deshalb war es für die vier selbstverständlich, auch ihre Genesung gemeinsam zu feiern. Gesellschaft bekamen sie dabei von ihren Familien, aber auch von Gesundheitsdirektor Dr. Fevzi Küçükyılmaz. Damit, dass die Frauen ihre Geschichte öffentlich machen, wollen sie darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine Frühdiagnose bei einer Krebserkrankung ist.

Rosa Schleifen als Symbol gegen Brustkrebs
iStock / kali9

Früherkennung bei Brustkrebs erhöht die Überlebenschance

Wie bei den allermeisten Krebsarten verbessert eine frühe Erkennung der Erkrankung die Überlebenschancen bei Brustkrebs enorm. Frauen ab 30 Jahren können sich im Rahmen der Vorsorge abtasten lassen, ab 50 Jahren steht zudem das Mammographie-Screening zur Verfügung. Bei dieser Röntgenuntersuchung wird die Brust für eine Aufnahme zwischen zwei Platten zusammengedrückt. Das kann unangenehm und in einigen Fällen auch etwas schmerzhaft sein, weshalb Şafak Kara diese Untersuchung jahrelang abgelehnt hatte.

Ihr Brustkrebs wurde allerdings am Ende durch eine solche Mammographie entdeckt, weshalb sie sich nun offen für diese Untersuchung ausspricht und anderen Frauen ebenfalls Mut machen möchte, diese regelmäßig wahrzunehmen. Und auch die Deutsche Krebshilfe betont: „Eine umfassende wissenschaftliche Bewertung des deutschen Mammographie-Screening-Programms hat bestätigt, dass die Teilnahme an dem Programm die Wahrscheinlichkeit senkt, an Brustkrebs zu versterben.“ Frauen sollten sich allerdings vorher umfassend informieren und selbst über eine Teilnahme entscheiden.