Gegen Brustkrebs und Diabetes: So gesund sind Erdbeeren wirklich

Süß, saftig und gesund: Erdbeeren gelten als echtes Superfood. Doch was sagen Wissenschaftler wirklich über die beliebte Frucht?
Gegen Brustkrebs und Diabetes: So gesund sind Erdbeeren wirklich
iStock / PapillencePhoto

Die Erdbeersaison ist endlich da und Statistiken zeigen: Die Erdbeere ist die beliebteste Frucht Deutschlands. Das hat sie in erster Linie ihrem intensiv fruchtigen und teilweise leicht säuerlichen Geschmack, aber auch ihrer Vielseitigkeit zu verdanken. So kann man die Frucht, die botanisch gesehen eigentlich eine Nuss ist, sowohl pur als auch in Kuchen und Desserts, Eiscreme und vielen weiteren Varianten genießen.

Dazu kommt, dass die Erdbeere teilweise ein echtes Superfood voller Nährstoffe ist. Sie enthält zahlreiche Vitamine wie Vitamin B1, B2 und Vitamin C. Dazu gesellen sich Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Folsäure (Vitamin B9), die wichtig für die Körperzellen und ihre Funktionen ist.

Insgesamt wird Erdbeeren deshalb eine große gesundheitliche Wirkung bescheinigt. Die Frucht soll vor diversen Krankheiten schützen und wichtige Nährstoffe liefern. Ist das in Kombination mit ihrem beliebten Geschmack nicht eigentlich zu viel des Guten?

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Erdbeeren bieten zahlreiche gesundheitliche Vorteile

Tatsächlich konnten Studien schon mehrfach die positiven Auswirkungen von Erdbeeren auf die Gesundheit nachweisen. Denn die Frucht enthält Antioxidantien, die nachweislich vor Krebs schützen können. Zwar haben sich Forscher diesbezüglich vor allem auf eine generelle Ernährungsweise bezogen. Allerdings sind die untersuchten Inhaltsstoffe auch in Erdbeeren zu finden.

So soll die in Deutschland verbreitete frühreife Alba-Sorte das Wachstum von Tumorzellen ausbremsen können. Vor allem bei der Vorbeugung und auch der Behandlung von Brustkrebs soll die Beere helfen können. Eindeutige klinische Studien an Menschen stehen diesbezüglich allerdings noch aus.

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Wo die Forschungslage eindeutiger ist, ist beim Thema Diabetes Typ 2. Da Erdbeeren – trotz ihres süßen Geschmacks – wenig Fruchtzucker enthalten, gehören sie zu den Obstsorten, die problemlos von Diabetikerinnen und Diabetikern gegessen werden können. Studien weisen sogar darauf hin, dass sie helfen können, den Insulinspiegel zu reduzieren.

Junge Frau hält eine Schüssel mit Erdbeeren, um sie zu essen
iStock / FreshSplash

Wichtige Nährstoffe und Vitamine enthalten

Erdbeeren können generell bedenkenlos gegessen werden, auch mit Blick auf die Figur. Denn das Obst enthält nur etwa 30 Kalorien pro 100 Gramm und etwa 5 Gramm Zucker. Man kann die Frucht also auch in größeren Mengen genießen, ohne dass es messbare negative Auswirkungen hat. Dabei stärken Erdbeeren noch das Immunsystem und die Gefäßgesundheit.

Aufgrund des enthaltenen Zinks helfen sie zudem bei Muskelkater, während die Salicylsäure positiv bei Gelenkschmerzen wirken kann. Dank des Magnesiums kommt es zudem bei Belastung zu weniger Krämpfen. Einige Expertinnen und Experten empfehlen deshalb mit Blick auf sportliche Aktivitäten, sowohl davor als auch danach Erdbeeren zu essen, zumal das Lebensmittel leicht verdaulich ist und nicht schwer im Magen liegt.

Worauf man beim Kauf von Erdbeeren achten sollte

Und noch ein positiver Nebeneffekt: Erdbeeren enthalten sehr viel Wasser, da sie über 90 Prozent daraus bestehen. Wer das Obst isst, nimmt also auch viel wichtige Flüssigkeit auf, was vor allem im Sommer in Kombination mit dem Geschmack ein echtes Plus sein kann. All das sind gute Gründe, die in Deutschland zu einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 3,3 Kilogramm im Jahr führen.

Die negativen Seiten der Erdbeere beziehen sich weniger auf die Frucht selbst als auf die landwirtschaftlichen Bedingungen. So ist die Beere im Anbau extrem wasserhungrig. Im teilweise deutlich weniger reglementierten Nicht-EU-Ausland wird zudem mitunter viel mit Pestiziden gearbeitet und aufgrund des botanischen Ursprungs als Nuss müssen sich einige Allergikerinnen und Allergiker in Acht nehmen.

Wer allerdings immer auf regionale und am besten noch auf Bio-Produkte setzt, ist mit Blick auf die Umwelt auf der richtigen Seite. Das gilt vor allem dann, wenn man sich an die Saison hält, die in der Regel von Anfang Mai bis Ende Juli, oder sogar Mitte August, reicht.