Der Wunsch nach der Traumfigur ist bei vielen Menschen stark. Dabei ist allgemein bekannt, dass zwar die Gene eine Rolle spielen. Am besten kann man seine optischen Ziele aber mit einer gesunden Lebensweise erreichen. Dazu gehören hauptsächlich eine gesunde Ernährung und sportliche Aktivitäten. Beides kann man sehr gezielt angehen. Wer abnehmen möchte, setzt deshalb oft auf strikte Diäten oder harte Sporteinheiten – oder sogar beides parallel. Dann ist es umso frustrierender, wenn die Zahl auf der Waage stagniert, man spricht von einem sogenannten Gewichtsplateau.
Dahinter stehen vollkommen natürliche Prozesse des Körpers. Gerade für den Kopf ist die Gewichtsstagnation beim Abnehmen allerdings nicht einfach, vor allem, wenn einem Ernährung und Sport ohnehin nicht ganz leichtfallen. Die Gründe für ein Gewichtsplateau sind sich oft recht ähnlich. Wer betroffen ist, sollte deshalb auf einige Details achten.
Zunächst einmal ist die Zahl auf der Waage mitunter trügerisch, da Muskeln eine höhere Dichte als Fett haben und deshalb bei geringerer Masse mehr wiegen. Auge und Maßband sind also im Zweifel aussagekräftiger als das Gewicht auf der Waage. Wer allerdings feststellt, dass die Werte generell stagnieren, kann untersuchen, ob einer der im Wesentlichen zwei Gründe für die Abnehmbremse verantwortlich ist.

Radikale Diäten können zu Muskelverlust führen, was das Abnehmen hemmt
Ein häufiger Grund für ein Gewichtsplateau ist eine zu ambitionierte Diät. Wer abnehmen möchte, muss auf die eine oder andere Art und Weise in das sogenannte Kaloriendefizit kommen, also weniger Kalorien zu sich nehmen, als verbraucht werden. Das kann man über Ernährung und körperliche Aktivität steuern. Gerade zu Beginn einer Diät ist es verführerisch, ein möglichst ambitioniertes Kaloriendefizit anzustreben. Das führt allerdings oft nicht nur zu einem Verlust von Fett, sondern auch von Muskeln.
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Das passiert vor allem, wenn man nicht ausreichend Eiweiß zu sich nimmt, um die Muskeln zu schützen, und die Diät nicht mit entsprechendem Training kombiniert. Besser ist also ein realistisches Kalorienziel und eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Protein in Kombination mit gezieltem Training für die Muskeln. Übrigens machen auch viele den Fehler, nicht ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Dabei halten diese lange satt, lassen den Blutzuckerspiegel sinken, was Heißhungerattacken verhindert, und sie vermindern die Fettaufnahme und -speicherung.

Wer langfristig abnehmen möchte, sollte gut auf seinen Körper hören
Ein weiterer Grund liegt darin, dass viele beim Abnehmen dazu tendieren, bei bewährten Mustern zu bleiben. Der Körper passt sich allerdings schneller an das neue, geringere Gewicht an, als man denkt. Durch diese Anpassung des Metabolismus sinkt der Kalorienbedarf für die grundlegenden Körperfunktionen. Dabei handelt es sich um einen natürlichen Schutzmechanismus des Körpers, der kein Fett verlieren will, weil er in Hungerzeiten auch aus Fett Energie gewinnen kann.
Das ursprünglich ausreichende Kaloriendefizit ist dann plötzlich nicht mehr genug. Wer also von vornherein ein zu hohes Defizit veranschlagt, führt damit nur eine Reduzierung des Stoffwechselns auf Sparflamme herbei. Dann droht zudem der Jo-Jo-Effekt, sobald man seine Kalorienzufuhr wieder erhöht – ein Grund mehr, von vornherein realistische Ziele zu setzen, auch wenn sich die ersten Erfolge dann erst ein wenig später einstellen.
Und auch eine sich verändernde Trainingsroutine ist beim Abnehmen wichtig, um neue Reize für den Körper zu setzen. Wer also sowohl bei der Ernährung als auch beim Sport wochenlang nur auf dasselbe setzt, riskiert früher oder später die Stagnation.
