Antihistaminika werden nicht nur gegen Allergien eingesetzt, sie wirken auch als Schlafmittel, da sie häufig müde machen. Zumeist handelt es sich um freiverkäufliche Mittel, die jedoch bei Überdosierung sehr gefährlich werden können. Kürzlich starb in Grantville ein 15-jähriges Mädchen, weil es an der „Benadryl-Challenge“ teilnehmen wollte.
Es handelt sich um Tabletten, die unter diesem Namen zwar nicht in Deutschland erhältlich sind, doch es gibt den identischen Wirkstoff Diphenhydramin in der Apotheke zu kaufen. In Deutschland wird das Mittel vorwiegend zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Die Warnung vor der Benadryl-Challenge richtet sich dennoch auch an Eltern, die in der Bundesrepublik leben.

„Benadryl-Challenge“: Jugendliche nehmen gefährliche Überdosis
Denn im Fokus steht einmal mehr eine gefährliche Social-Media-Challenge, die sich auch international verbreitet. Das eigentlich harmlose Antihistamin wird von den Jugendlichen in großen Mengen eingenommen. Manche User empfehlen bis zu 12 Tabletten auf einmal zu schlucken, um Halluzinationen hervorzurufen. „Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern“, schrieb die Polizei in Grantville auf Facebook. Eine Überdosis Benadryl kann zu Übelkeit, Krampfanfällen oder sogar zum Tod führen. Allgemein zählen zu den Nebenwirkungen von einer zu hohen Dosis Antihistamin Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Delir, Bewusstlosigkeit, Herzrasen, verschwommenes Sehen, Durchfall und Erbrechen.
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Eltern sollten ihre Kinder unbedingt warnen
Das 15-jährige Mädchen aus Oklahoma wollte an der gefährlichen Challenge teilnehmen und ist dabei verstorben. Sie kämpfte aufgrund von Krampfanfällen um ihr Leben und konnte nicht mehr gerettet werden. „Die sogenannte Challenge, bei der übermäßige Mengen Diphenhydramin eingenommen werden, ist ein gefährlicher Trend und muss sofort gestoppt werden“, erklärte der Hersteller Johnson & Johnson schon vor einigen Jahren als es erstmals zum Missbrauch des Medikaments gekommen ist. Eltern sollten ihre Kinder unbedingt über die Gefahren freiverkäuflicher Arzneimittel aufklären. Bei Verdacht auf eine Überdosis muss sofort der Notarzt unter der Nummer 112 verständigt werden.

