Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube bergen insbesondere für Jugendliche Gefahren. Nicht selten kommt es durch Challenges und Mutproben zu schweren Verletzungen oder sogar zu Todesfällen. Deshalb fordern zahlreiche Politiker auch ein Deutschland eine Altersgrenze für die Nutzung der sozialen Medien.
Kürzlich warnte eine Mutter aus Großbritannien vor dem sogenannten „Chroming“. Ihr elfjähriger Sohn nahm an der gefährlichen Challenge teil und lag anschließend leblos in seinem Zimmer. Er hatte die Dämpfe aus einer Deodorantflasche inhaliert und ist bei dieser gesundheitsschädlichen Praktik verstorben – und das obwohl seine Mutter Vorsichtsmaßnahmen ergriff.

"Chroming": Mutter warnt andere Eltern nach dem Tod ihres Sohnes
Nachdem sie von dem Trend erfuhr, kaufte sie ihrem Sohn keine Deoflaschen mehr. Obwohl der Schüler schon im Januar 2025 verstarb, steht die Britin auch heute noch unter Schock. „Ich legte meine Hand auf seine Schulter und bemerkte, dass er kälter war als sonst. Ich rief um Hilfe und sagte: ‚Ich glaube, Fred ist tot.‘ Ich wählte die 999 und sagte dem Notrufmitarbeiter: ‚Ich glaube, mein Sohn ist tot.‘“ Deshalb möchte sie nun andere Eltern vor der Challenge warnen und sie auf die Gefahren auf TikTok aufmerksam machen.
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Wie die Kinderärztin Dr. Betty Choi erklärte, werden beim „Chroming“ Aerosole direkt aus der Flasche eingeatmet. Manchmal werden die Substanzen auch aus Plastikbeuteln inhaliert, um "high" zu werden. „Die meisten dieser Produkte sind in Haushalten leicht zu finden und in Geschäften günstig zu kaufen. Chroming kann süchtig machen, wenn man es immer wieder macht“, erklärte Choi gegenüber CNN. Wie die Experten des St. Louis Children's Hospital berichteten, gehören zu den Risiken des Trends Hirnschäden, Herzrhythmusstörungen, die zu einem tödlichen Herzstillstand führen können, Lungenschäden und Schäden an lebenswichtigen Organen wie Leber und Nieren. Choi rät Eltern dazu, offen mit ihren Kindern zu sprechen und sie rechtzeitig zu warnen und über die Risiken zu informieren, da sie die Gefahren selbst nicht einschätzen können.
