Auf der Plattform Kleinanzeigen können Privatpersonen ihre ausrangierten Möbel, Klamotten, sogar altes Kaugummipapier und vieles mehr loswerden. Bei einigen Dingen ist der Verkauf allerdings verboten. Die Regeln dafür legt das Unternehmen selbst fest und kontrolliert die Einhaltung streng, bevor das Angebot überhaupt online gehen darf.
Dafür gibt es eine detaillierte Liste verbotener Gegenstände, die bei Kleinanzeigen entsprechend tabu sind. Das bedeutet, dass sie weder angeboten, noch überhaupt beschrieben werden dürfen. Und auch als Tauschmittel sind sie nicht zugelassen. Darunter befinden sich offensichtliche Gegenstände wie etwa jegliche Arten von Waffen, für die es in Deutschland und den meisten anderen Ländern strenge Auflagen gibt. Aber auch für einige eher kuriose Dinge gilt ein Verkaufsverbot auf der Plattform.

Kleinanzeigen verbietet im Rahmen des Gesetzes und darüber hinaus einige Dinge auf seinem Portal
So ist es unter anderem untersagt, Alkohol über Kleinanzeigen anzubieten. Und auch ein gängiges Tauschgeschäft „unter der Hand“ mit einem Kasten Bier ist verboten. Gleiches gilt für Drogen, Shishas, Tabakwaren oder auch für pornografische Inhalte. Um dem Handel mit Fälschungen vorzubeugen, darf man etwa auch keine Parfüms anbieten; nur leere Flaschen sind erlaubt. Auch Elektroschrott darf man über die Plattform nicht verkaufen.
Ein Kleinanzeigen-Verbot besteht zudem für medizinische Gerätschaften, da ein gewisses Risiko bestehen kann. Strikte Regeln gibt es darüber hinaus im Medienbereich. So dürfen grundsätzlich keine Filme oder Serien mit einer FSK-18-Freigabe verkauft werden. Das gilt auch für Videospiele mit USK 18. Darüber hinaus sind auch gewerbliche Angebote prinzipiell verboten, wenn es kein richtiges Impressum des Anbieters gibt und die Inserate dürfen keine Diskrimierungen oder Beleidigungen enthalten. Auch Stellenangebote für unter 14-Jährige werden gesperrt und es dürfen keine privaten Angebote für Castings, Vorsprechen oder Ähnliches eingestellt werden. Auch der Aufruf zu Spenden oder zu Straftaten ist über die Plattform nicht erlaubt.
Verstößt eine Anzeige gegen diese Richtlinien, wird sie bestenfalls gelöscht. Es kann aber auch rechtliche Konsequenzen geben. So erklärt Pressesprecher Pierre Du Bois im Gespräch mit „Techbook“: „Wenn wir Kenntnis von strafrechtlich relevanten Angeboten erhalten, erstatten wir durchaus selbst Anzeige. Wir arbeiten auch bei den weiteren Ermittlungen eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammen.“
