Online-Riese Amazon führt ab dem 25. März eine Änderung ein, die zahlreiche Kundinnen und Kunden betrifft. Dabei geht es um die Wunschzettel-Funktion des Anbieters. Das ist eigentlich ein praktisches Feature, denn dort kann man nicht nur für sich selbst Artikel hinterlegen, die man sich wünscht, um sich später daran zu erinnern.
Man kann diese Liste auch mit anderen teilen, damit Freunde und Familie wissen, was man gerne haben möchte – ganz im Sinne eines klassischen Wunschzettels. Davon profitieren am Ende alle. Allerdings macht eine Änderung vonseiten des Unternehmens die Wunschliste zum Sicherheitsrisiko für Nutzerinnen und Nutzer. Woran liegt das?

Amazon-Wunschzettel wird zur Gefahr für private Daten
Grund für das Risiko, dass die private Adresse öffentlich wird, ist eine Neuerung, die eigentlich mehr Übersichtlichkeit schaffen soll. Bisher konnte man auf der Wunschliste nämlich grundlegend einstellen, ob man auch Produkte von Drittanbietern zulässt oder nur solche, die von Amazon selbst kommen oder über das Unternehmen versendet werden. Diese Option gibt es künftig nicht mehr. Dadurch werden private Daten wie die Adresse zwangsläufig mit den Drittanbietern geteilt, wenn man seine Wunschliste geteilt oder öffentlich gespeichert hat.
Amazon hat die Neuigkeit mit seinen Kundinnen und Kunden per E-Mail geteilt und weist dabei auch auf das dadurch entstehende Risiko hin. Im Detail steht dort: „Wenn diese Änderung in Kraft tritt, können Geschenkekäufer Artikel von Drittanbietern auf deiner Liste erwerben und deine Lieferadresse wird mit dem Verkäufer zur Erfüllung der Bestellung mitgeteilt.“ Und weiter heißt es, dass darüber hinaus auch für die Person, die das Geschenk gekauft hat, die Adresse „durch Lieferaktualisierungen und Sendungsverfolgungsinformationen“ sichtbar gemacht wird.
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Das könnte für einige Nutzerinnen und Nutzer ein echtes Risiko darstellen. Bei einer öffentlich geteilten Liste könnte theoretisch jeder auf diese Weise an die private Adresse einer Person gelangen. Und auch abseits dessen dürften viele nicht wollen, dass die Möglichkeit überhaupt besteht. Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie man seine Daten in Zukunft schützen kann.

So kann man seine Daten künftig schützen
Eine Einstellung sollte man so oder so ab sofort ändern. In den Listeneinstellungen kann man die Option „An Drittanbieter versenden“ deaktivieren. Wer das tut, verhindert zumindest die automatische Übertragung der Daten, nicht den generellen Kauf. Ansonsten kann man weitere Maßnahmen ergreifen. Zum einen kann man, statt seine Privatadresse anzugeben, direkt eine Paket-Station oder ein Postfach eintragen, an welche die Ware dann geliefert wird. Das geht folgendermaßen:
- In den Einstellungen „Wunschzettel“ auswählen
- Anschließend oben rechts das Drei-Punkte-Menü öffnen
- „Liste verwalten“ anklicken
- Unten findet man den Abschnitt „Lieferadresse“
Zum anderen kann man seine Wunschliste bei Amazon auf privat stellen, falls das nicht ohnehin der Fall ist. Dafür navigiert man wieder zu den Listen-Einstellungen und wählt unter „Einstellungen“ aus, dass eine Liste auf „Privat“ stehen soll, falls „Öffentlich“ oder „Geteilt“ ausgewählt sind.
Das schränkt allerdings auch die gemeinsame Nutzung mit Freunden und Familie ein. Wer das weiterhin tun möchte, muss selbst darauf achten, dass keine Artikel von Drittanbietern enthalten sind. Das gilt sowohl für Produkte, die bereits auf der Amazon-Wunschliste sind, als auch für solche, die in Zukunft hinzugefügt werden. Dafür muss man im Shop immer prüfen, wer der Verkäufer ist. Diese Information findet man direkt unter den Buttons „In den Einkaufswagen“ und „Jetzt kaufen“.

