Wer künftig Inhalte in 4K bei Amazons Streaming-Dienst sehen möchte, muss dafür tiefer in die Tasche greifen und für ein neues Abonnement namens Prime Video Ultra zahlen. Genau wie die bisherige Premium-Option ist auch das neue Abo werbefrei. Normale Prime-Nutzerinnen und -Nutzer sehen die Inhalte hingegen künftig nur noch in Full HD, also in 1080p, was einem Viertel der Auflösung in 4K entspricht.
Bisher greift diese Änderung nur auf dem für Amazon heimischen US-Markt. Dort kostet ein Abo bisher 14,99 US-Dollar (USD). Die neue Option bedeutet für Nutzerinnen und Nutzer jetzt zudem einen Aufschlag von 4,99 USD pro Monat. Bislang waren für die werbefreie Option nur 2,99 USD fällig; diese wird jetzt offenbar durch Prime Video Ultra ersetzt. Die Änderung bedeutet dabei für alle ein Downgrade, da die 4K-Auflösung bisher in beiden Optionen – werbefrei und mit Werbung – vertreten war.

Das bietet die neue Abo-Option Prime Video Ultra
Der Aufpreis bezieht sich allerdings nicht nur auf 4K; Prime Video Ultra soll noch einige weitere Verbesserungen bieten, die es so bisher bei dem Streaming-Dienst nicht gegeben hat. So können Abonnentinnen und Abonnenten der Ultra-Option bis zu fünf Streams gleichzeitig schauen, bislang ist das auf drei beschränkt. Auch die Download-Grenze wird von 25 auf 100 erhöht.
Dolby Atmos wird ebenfalls Teil von Prime Video Ultra. Nutzerinnen und Nutzer des normalen Prime-Abos sehen die Inhalte künftig immerhin mit Dolby Vision. Immerhin: Die Anzahl paralleler Streams wird auch hier erhöht, von drei auf vier, und die Download-Grenze wird auf 50 angehoben. Zusammengefasst bietet Prime Video Ultra folgende Funktionen:
- werbefrei streamen
- Streaming in 4K
- 5 parallele Streams
- 100 Downloads
- Dolby Atmos
- kostet 4,99 USD pro Monat (45,99 USD pro Jahr)

Was bedeuten die Änderungen für Amazon-Nutzer in Deutschland?
Zunächst wurde das neue Abo nur für die USA angekündigt. Dort wird es laut Amazon am 10. April eingeführt. Bisher gibt es keine offiziellen Informationen zu einem Start in Deutschland. Allerdings ist es bei Amazon üblich, dass Neuerungen zunächst auf dem heimischen Markt eingeführt werden, bevor sie dann in anderen Ländern implementiert werden.
Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis Prime Video Ultra auch hierzulande zur Verfügung steht. Dann müssen Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr nur zwischen „Werbung“ und „keine Werbung“ wählen, sondern sich auch bei der Qualität überlegen, was ihnen das bessere Bild wert ist. Mit dem Schritt gleicht sich Amazon als Streaming-Dienst anderen Anbietern an. Netflix, Disney+ und Co. unterscheiden in ihren Abo-Stufen alle auch nach Streaming-Qualität.
